Zurück in der Bundesliga

Trainer Donald Albrecht (von links) ist stolz auf seine 1. Luftpistolenmannschaft vom SV Uetze: Dascha Michelle Khalfine, Katharina Hempel, Marit Albrecht, Sarah Oehns und Sven Przyklenk. (Foto: SV Uetze)

Die Uetzer Luftpistolenmannschaft schafft den direkten Wiederaufstieg

UETZE (r/fh). Die Uetzer Luftpistolenschützen können sich nächste Saison wieder mit den Spitzenteams aus Norddeutschland messen: Bereits ein Jahr nach dem Abstieg ist dem Team von Trainer Donald Albrecht der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga Nord gelungen. Mit zwei soliden Mannschaftsleistungen konnten Sarah Oehns, Marit Albrecht, Katharina Hempel, Dascha Michelle Khalfine und Sven Przyklenk am vergangenen Wochenende auf dem Bundesstützpunkt in Hannover für Uetze den zweiten Aufstiegsplatz hinter dem Brühler Schießclub sichern und schießen damit in der Saison 2019/20 wieder im Oberhaus des deutschen Schießsports.
Nachdem drei Sportler den Stammkader nach dem Abstieg verlassen hatten, von denen nur einer ersetzt werden konnte, war das Saisonziel, sich mindestens in der ersten Tabellenhälfte der 2. Bundesliga zu halten. Aber dank ihres ausgeprägten Teamgeists, der Disziplin und der Einsatzbereitschaft konnten die Uetzer am Ende die meisten Einzelduelle der Saison für sich entscheiden und so mit nur einem verlorenen Wettkampf als Vizemeister der 2. Bundesliga zum Aufstiegsschießen fahren.
Auf dem Bundesstützpunkt sind dann Neuzugang Dascha Michelle Khalfine, die mit 371 und 372 Ringen zwei hervorragende Wettkämpfe ablieferte, sowie Katharina Hempel und Sven Przyklenk über ihre bisherige Saisonleistung hinausgewachsen. Katharina Hempel schoss mit 377 Ringen im zweiten Durchgang auch das beste Einzelergebnis des Teams. Damit standen die Sportlerinnen und Sportler am Ende auf Platz zwei.
Teamchef Donald Albrecht ist entsprechend voll des Lobes: "Zu Beginn der Saison habe ich nicht erwartet, dass die Mannschaft unter diesen schwierigen Bedingungen in einer starken 2. Bundesliga sofort wieder das Aufstiegsschießen erreicht und erfolgreich bestreitet. Das Team kann wirklich stolz auf sich sein. Jede und jeder in der Mannschaft hat sich da wirklich stark eingebracht. Nun kommt es darauf an, möglichst noch Verstärkung zu finden. Auch wenn die Atmosphäre und die Wettkämpfe schon eine besondere Klasse und ein besonderer Reiz für jede Sportlerin und jeden Sportler sind, ist die zeitliche und sportliche Belastung in der 1.Bundesliga mit ihren zahlreichen in- und ausländischen Spitzenathleten für uns als Amateure schon eine extreme Herausforderung."
Das Uetzer Team sucht deshalb nun dringend nach weiterer Verstärkung. Neu besetzt werden kann nach dem Fortgang von Sander Nooij die Ausländerposition. Aber auch der Grundkader muss möglichst mit zwei weiteren Schützen aufgestockt werden. Für den Uetzer Verein ist das kein leichtes Unterfangen, sind im Raum Hannover/Braunschweig doch mehrere Erst- und Zweitligavereine zu Hause, sodass die meisten Spitzenschützinnen und -schützen bereits gebunden sind.