SV Uetze verlässt Relegationsplatz

Marit Albrecht, Schützin der ersten Stunde in Uetze, holt im Kampf gegen Matthias Halke den Ehrenpunkt gegen Raesfeld. (Foto: privat)
 
Wolfgang Geppert holt sechs Sekunden vor Schluss noch den Sieg für Uetze. (Foto: privat)

Luftpistolenschützen haben am Heimwettkampfwochenende in de 1. Bundesliga zwei Punkte geholt

Uetze (r/fh). Beim Heimwettkamp Mitte Dezember hat die Luftpistolenmannschaft des SV Uetze ihre Chancen auf den Verbleib in der 1. Bundesliga verbessert. Untern den insgesamt zwölf Teams in der Nord-Staffel belegt sie jetzt den 10. Platz. Wenn sie ihn am letzten Spieltag im Januar verteidigen kann, wäre der Klassenerhalt geschafft. Die Mannschaft auf dem 12. Platz steigt direkt ab, diejenige auf dem 11. Platz muss in die Relegation. Mit einer Bilanz von 6:12 Mannschaftspunkten liegen die Uetzer gleich auf mit den Sportschützen Fahrdorf und dem SV Bassum, die aufgrund des besseren Schnitts bei den Einzelpunkten die Plätze 8 und 9 belegen.
Am Heimwettkampfwochenende Mitte Dezember hat sich das Team von Trainer Donald Albrecht zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf gesichert. Denn in der Großsporthalle am Uetzer Schulzentrum errangen sie gegen PSV Olympia Berlin einen 3:2-Sieg, obwohl das Team in der Tabelle deutlich vor den Uetzern auf dem fünften Platz liegt. Gegen den die Sportschützen Raesfeld (Platz 6) mussten sie sich hingegen mit 1:4 geschlagen geben.
Vor heimischem Publikum traten die Uetzer Luftpistolensportler am Samstag zuerst gegen den PSV Olympia an. Während die Gastgeber endlich den Relegationsplatz verlassen wollten, hofften die Berliner, ihren Finalplatz absichern zu können. Allen Schützen war der Druck anzumerken und sie kamen schwer in den Wettkampf. Nur Vendela Sörensson vom SV Uetze und Michelle Skerries vom PSV Berlin zeigten durchweg eine hohe Leistungsklasse. Über das ganze Match wechselte die Führung immer wieder zwischen den Teams.
Lediglich Katharina Hempel übernahm für Uetze auf Position 4 von Anfang an die Führung, die sie am Ende mit 363:362 knapp behaupten konnte. Und auf Position 1 konnte sich Vendela Sörensson nach einem Gleichstand zur Halbzeit mit zwei starken Serien von 95 Ringen um 4 Ringe von Mathilde Lamolle zum 375:371 absetzen. Marieke Lehmann (353) auf Position 2 konnte sich gegen eine starke Michelle Skerries (377) dagegen von vornherein nicht durchsetzen, und auf Position 5 zog Marit Albrecht gegen Doreen Müller mit 359:364 ebenfalls den Kürzeren.
Die Entscheidung musste daher auf der Position 3 zwischen Wolfgang Geppert und der Berlinerin Maren Johann fallen. Beide rangen über die ganzen 50 Minuten zäh miteinander. Am Ende kam es auf den 40. Schuss an, den beide gleichzeitig erst etwa eine Minute vor Schluss ansetzten. Und die Entscheidung fiel dann buchstäblich erst sechs Sekunden vor Schluss. Wolfgang Geppert wusste, dass er eine 10 brauchte, um seinem Team den Sieg zu sichern. 35 Sekunden vor Schluss setzte er den Schuss noch mal ab, um dann mit einer sauberen Innenzehn zum 363:362 auszuschießen. Der einzige Mann an der Linie wurde damit zum „Man of the Match“ und von den Uetzern und ihren Fans mit stehendem Applaus gefeiert.
Im Wettkampf gegen Raesfeld am Sonntag kamen die Uetzer ebenfalls nur schwer in den Wettkampf, sodass sie bis auf Marit Albrecht an Position 5 von vornherein gegen einen Rückstand anzukämpfen hatten. Zwar gelang Isabel Kausch, die für Katharina Hempel auf Position 4 eingewechselt war, und Marieke Lehmann auf Position 2 noch eine starke Aufholjagd, aber am Ende mussten auch sie sich knapp geschlagen geben. Nur Marit Albrecht, die seit der Kreisklasse im Team steht, konnte am Ende mit 364:360 den Ehrenpunkt zum 1:4 holen.
Trainer Donald Albrecht zieht trotz der Niederlage im zweiten Wettkampf ein positives Fazit. „Insgesamt bin ich zufrieden, dass wir 2 Punkte mitnehmen konnten und uns so zumindest etwas vom Abstiegsdruck befreien konnten“, fasst er zusammen. Sportlich stehe das Heimwettkampfwochenende immer unter besonderen Bedingungen. „Anders als man denkt, ist es für die Sportler nicht unbedingt einfach, vor einer großen Kulisse mit heimischem Publikum“, sagt er. Dessen ungeachtet sei es für das Team aber eine tolle Erfahrung, die Unterstützung der Fans live zu erleben. Trotz 2G-Plus-Regel und Maskenpflicht hätten viele Besucher den Weg in die Großsporthalle gefunden. Auch der Livestream, den Arne Bernhardt und Keven Brandes eingerichtet hatten, sei gut angenommen worden. „Großes Lob gab es auch für das Catering des Fördervereins ‚Die SportschUETZEn‘“, fügt Albrecht hinzu.