Mit Tröten, Kuhglocken und Applaus

Direktes Duell der beiden besten Schützen am vergangenen Samstag: Vendela Sörensson vom SV Uetze und Mathias Putzmann vom SV 1935 Kriftel. (Foto: Holger Staab)
 
Die Schwedin Vendela Sörensson sorgte im Wettkampf mit Gehörschutz für die nötige Ruhe. (Foto: Holger Staab)

Luftpistolenschützen sorgen beim Heimwettkampftag in der Großsporthalle für tolle Stimmung / Uetzer Team muss sich dem SV 1935 Kriftel mit 0:5 geschlagen geben

UETZE (st). Darauf hatten die Luftpistolenschützen des SV Uetze lange hingearbeitet - am vergangenen Samstag war es nun soweit und sie richteten ihren Heimwettkampftag in der 1. Bundesliga aus. Rund 150 Zuschauer verfolgten die spannenden Duelle und waren von den Leistungen der Spitzensportler beeindruckt: Insbesondere Mathias Putzmann vom SV Kriftel und die für Uetze startende nordische Meisterin aus Schweden, Vendela Sörenssen, wussten zu überzeugen.
Die Uetzer hätten sich zwar noch etwas mehr Zulauf gewünscht, aber Trainer Donald Albrecht und sein Team sorgten in der Uetzer Sporthalle auch so für eine gute Atmosphäre und das besondere Flair in der Halle kam beim Publikum an. Einige neue Besucher waren überrascht, dass es bei den Schießwettkämpfen keinesfalls ruhig zuging, sondern sie von lauten Anfeuerungsrufen begleitet wurden sowie von Tröten, Kuhglocken und lautstarkem Klatschen.
Die Uetzer Schützen hattem einen besonders schweren Wettkampf zu bestreiten: Sie trafen auf den SV 1935 Kriftel, eine der stärksten Mannschaften der Bundesliga und mussten sich erwartungsgemäß deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Die Einzelergebnisse zeigen aber, dass die Uetzer sich tapfer schlugen: Besonders in den Zweikämpfen Vendela Sörensson gegen Mathias Putzmann und Katharina Hempel gegen Andreas Fix blieb es bis zum letzten Schuss spannend. Letztlich setzten sich unter der Beobachtung von Wettkampfleiter Werner Bösche, dem Präsidenten des Kreisschützenverbandes Burgdorf, Putzmann mit 384:380 Ringen und Fix mit 374:372 Ringen gegen die Uetzer Schützinnen durch. 
Nach dem Wettkampf war Trainer Albrecht ein wenig enttäuscht über diese beiden knappen Ergebnisse. „Gegen Kriftel war nicht viel zu erwarten“, analysierte er, „aber so ein Punkt wäre schon klasse gewesen.“  Während der gesamten Schießzeit hatte er seine Schützlinge lautstark angefeuert und die Zuschauer zum Applaus aufgefordert.
Und auch wenn die Sensation am Ende ausblieb, wird das Erlebnis des Heimwettkampfes dem Uetzer Team mit Marit Albrecht, Katharina Hempel, Sarah Oehns und Wolfgang Geppert in guter Erinnerung bleiben. Nach dem 3:2-Sieg gegen den Brühler SC vor zwei Wochen haben sie durchaus noch Chancen auf den Klassenerhalt.
Nach dem klaren Sieg steht der SV Kriftel weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze. Das Team wird vom Nationaltrainer Detlef Glenz trainiert, der allerdings nicht dabei sein konnte. Genauso wie Olympiasieger Christian Reitz. Beide waren auf dem Weg zum Weltcupfinale in China. Dennoch war Kriftel exzellent eingestellt. Die Zusammensetzung mit Schützen aus dem Kader der deutschen Nationalmannschaft ist und bleibt im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, die auch 2018 errungen werden konnte, dabei.
Die Begegnung zwischen dem SV Uetze und dem SV Kriftel bildete den Abschluss des Wettkampftages. Zuvor waren bereits Freischütz Wathlingen gegen PSV Olympia Berlin sowie der SV Bassum gegen den SV Falke Dasbach angetreten. Alle vier Mannschaften befinden sich im Vorderfeld der Zwischentabelle und wollen das Finale der besten vier Teams erreichen. Die besten Chancen dazu haben nach dem Wettkampftag in Uetze die Sportschützen aus Berlin, die mit 4:1 gegen Wathlingen gewannen und die Mannschaft vom SV Bassum,die gegen SV Falke Dasbach einen knappen 3:2-Erfolg verbuchten.
Die Organisation und die Versorgung mit Kuchen, belegten Brötchen, allerlei Leckereien und Getränken hatte der Förderverein „Die SportschUETZEn“ übernommen und auch die waren zufrieden, wie die Gästevereine und Zuschauer die sich wohl fühlen konnten. Nach dem Wettkampf trafen sich Fans und Sportler im Schützenheim Uetze zur After-Shooting-Party „Nachhalten“ und so konnten die Gäste das Uetzer Team auch mal hautnah kennenlernen.