Abstieg in die 2. Liga

Der nordische Meister Ole-Harald Aas wird das Uetzer Team auch in der 2. Bundesliga weiter unterstützen. (Foto: SV Uetze)

Uetzer Luftpistolenschützen müssen sich am letzten Wettkampfwochenende der Saison in beiden Begegnungen deutlich geschlagen geben

UETZE (r/fh). Am letzten Wettkampfwochenende Anfang Januar in Wathlingen mussten die Uetzer Bundesligaschützen ersatzgeschwächt antreten und sich zweimal mit 1:4 geschlagen geben. Trotz herausragender Einzelleistungen von Ole-Harald Aas und Sarah Oehns konnten die Uetzer so den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr abwehren. Beide hatten nach einem starken Schlussspurt ihre Gegner vom PSV Olympia Berlin noch ins Stechen gezwungen, in dem sie dann aber knapp das Nachsehen hatten.
Das Wochenende fing für das Team des Schützenvereins Uetze bereits unglücklich an: Denn die Nummer 2 des Teams, Katharina Hempel, musste sich kurzfristig krankheitsbedingt abmelden. Dieser Ausfall war für das Team nur schwer aufzufangen, da damit alle Schützen eine Position aufrücken mussten und so entsprechend stärkere Gegner hatten. Und Marit Albrecht sollte in Absprache mit dem Landestrainer diesmal pausieren. Zudem hatte ihre Luftpistole während des Trainings einen Defekt, sodass sie kurzfristig eine Ersatzwaffe für sich einstellen musste.
Am Samstag gegen die Sportschützen Raesfeld sind die Uetzer anders als ihre Gegner dann auch nur schwer in ihren Wettkampf gekommen. Zur Halbzeit hatte lediglich Ole-Harald Aas auf Position 1 seinen anfänglichen Rückstand ausgleichen können und sich danach kontinuierlich einen leichten Vorsprung erarbeitet, sodass er seinen Punkt mit 373:370 holen konnte. Sarah Oehns konnte sich am Ende zwar auch noch bis auf einen Ring an ihren Konkurrenten heranarbeiten, hatte auf Position 3 aber letztlich mit 367:368 knapp das Nachsehen. Auf den übrigen Positionen konnten die Uetzer dagegen nicht mithalten: Insbesondere Isabel Kausch hatte auf Position 4 gegen starke 378 Ringe von Robin Januszek keine reelle Chance. So konnte sich Raesfeld mit einem 4:1-Sieg den Einzug ins Finale sichern.
Am Sonntag war bereits vor dem Wettkampf klar, dass Uetze den Abstieg nicht mehr vermeiden konnte und Berlin andererseits bereits sicher als Finalteilnehmer qualifiziert war. Trotzdem lieferten sich beide Teams ein starkes Duell. Diesmal bekam Isabel Kausch ihren Gegner von vornherein gut in den Griff und konnte auf Position 4 den Ehrenpunkt für Uetze machen. Nach einem zähen Ringen auf den Positionen 1 und 3 lag dann noch kurz die Sensation in der Luft: In einem starken Schlussspurt zwangen Ole-Harald Aas mit 380 Ringen den Polen Wojciech Knapik und Sarah Oehns mit 372 Ringen den früheren Olympiasieger Uwe Potteck ins Stechen. Leider mussten beide sich dann knapp mit jeweils einem Ring geschlagen geben. Wolfgang Geppert und Sven Przyklenk blieben dagegen mit 365 Ringen und 354 Ringen deutlich unter ihren Möglichkeiten.
„Diese Saison ist für uns von Anfang an nicht gut gelaufen“, stellt Trainer Donald Albrecht fest. „Außer Katharina Hempel und Kausch konnte keines der deutschen Mannschaftsmitglieder die Leistung abrufen, die wir erwartet hatten." Hinzu seien dann auch noch Krankheitsausfälle gekommen. Doch bei aller Enttäuschung über den Abstieg, freut den Trainer eine Nachricht ganz besonders: "Der Norweger Ole-Harald Aas wird unser Team auch in der 2. Bundesliga weiter unterstützen.“