Zwei Jahrgänge feiern Konfirmation

In der Kirchengemeinde Uetze-Katensen finden fünf Gottesdienste Ende April und vier Anfang Mai statt

Uetze (fh). In der Kirchengemeinde Uetze-Katensen haben im vergangenen Frühjahr etwa 20 Jugendliche ihre Konfirmandenzeit begonnen. Bei ihrem Begrüßungsgottesdienst und der Kennenlern-Rallye trafen sie sich noch unter ganz normalen Bedingungen ohne Abstand und Maske - danach stellte die Corona-Epidemie vieles auf den Kopf. Gemeinsam mit Pastorin Kück haben sie trotzdem mit viel Einfallsreichtum das Beste aus der Situation gemacht. Nächstes Wochenende feiern sie nun ihre Konfirmation - aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen aber nicht alle auf einmal, sondern aufgeteilt auf insgesamt fünf Gottesdienste am Samstag und Sonntag, 24. und 25. April. So bleibe trotz der begrenzten Besucherzahl noch Platz für einige Angehörige und Freunde. "Normalerweise passen bei uns 500 Besucher in die Johannes-der Täufer-Kirche, unter Corona-Bedingungen immerhin bis zu 130", so Pastorin Heidrun Kück.
Zwei Wochen später, am 8. und 9. Mai, folgen dann vier weitere Konfirmationsgottesdienste für die 24 Jugendlichen, die eigentlich schon im vergangenen Frühjahr an der Reihe gewesen wären. Ihre Konfirmationen mussten damals wegen des ersten Lockdowns ausfallen. Zunächst war angedacht, sie im vergangenen September nachzuholen, doch zusammen mit den Familien entschied Kück, sie lieber um ein ganzes Jahr auf den Frühling 2021 zu verschieben - auch in der Hoffnung, dass dann zumindest wieder kleine Feiern mit Verwandten möglich sein würden und zu den Gottesdiensten wieder mehr Besucher kommen könnten. 
Auch wenn diese ersehnte Entspannung aufgrund der zweiten und dritten Infektionswelle und der Virusmutationen ausgeblieben ist und derzeit sogar wieder massivere Einschränkungen gelten, werden die Konfirmationen vom vergangenen Jahr nun am 8. und 9. Mai nachgeholt, ebenfalls verteilt auf vier Gottesdienste. Es sei höchste Zeit, die Konfirmationen vom vergangenen Jahr nachzuholen, zeigt sich Pastorin Heidrun Kück überzeugt. Neulich habe sie einige der betroffenen Jugendlichen gefragt, ob sie sich vorstellen können, die nächste Konfirmandenfahrt als Teamer zu begleiten. "Sie haben geantwortet, dass das nicht ginge, weil sie ja selbst noch Konfis sind. Da ist mir noch einmal bewusst geworden, dass die Konfirmation für sie nicht nur ein Fest ist, sondern auch etwas innen drin mit ihnen macht", so Kück. Sie sei eine wichtige Etappe, ein Übergang für die Jugendlichen.
Als die Pandemie begann, hatte dieser Jahrgang seine Konfirmandenzeit bereits im Wesentlichen abgeschlossen und blickte auf eine sechstägige Freizeit und viele weitere gemeinsame Aktivitäten zurück. Ganz anders sah das bei den Jugendlichen aus, die mit dem Unterricht im vergangenen Jahr begonnen haben und jetzt regulär ihre Konfirmationen feiern.
Die wöchentlichen Treffen konnte nur eingeschränkt stattfinden, auf die Konfirmandenfahrt und andere gemeinsame Aktivitäten mussten die Jugendlichen ganz verzichten. "Als sich abzeichnete, dass vieles nicht möglich sein würde, was eigentlich dazu gehört, habe ich mit den Eltern gesprochen", so Kück. Sie habe gefragt, ob sie die Konfirmandenzeit lieber um ein ganzes Jahr verschieben sollten. "Es war aber allen Familien wichtig, dass die Jugendlichen auch mal etwas vorhaben und einen Hauch Normalität erleben", so Kück. Viele andere Termine, Vereinsaktivitäten und Treffen mit Freunden seien schließlich weggefallen.
Als sich das Infektionsgeschehen im vergangenen Sommer etwas entspannte und es deutliche Lockerungen gab, traf sie sich mit den 21 Jugendlichen außerdem aufgeteilt in zwei Gruppen auf dem Kirchengelände unter einer Kastanie zum Open-Air-Unterricht. "Das haben wir bis Oktober durchgezogen", sagt sie. Als das zu kalt wurde, trafen sie sich im neu gebauten Kirchenzentrum (KiZ). "Zu zwölft in einem Raum für 80 Personen", betont sie. Seit dem Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember bietet sie stattdessen Online-Unterricht über die Plattform Zoom an.
Weil ihr viel an Erlebnispädagogik und gemeinschaftlichen Erfahrungen liege, sei das für sie eine echte Herausforderung gewesen. "Vieles, was cool ist und bei den Jugendlichen normalerweise gut ankommt, ging ja nicht", so Kück. Umso mehr habe sie sich bemüht, alle Möglichkeiten aus dem Programm herauszukitzeln, um die Unterrichtsstunden trotzdem abwechslungsreich zu gestalten und die Konfirmanden einzubeziehen. "Wir haben das Beste daraus gemacht und hatten trotz der Einschränkungen viel Spaß", sagt Kück. Ihr sei aber aufgefallen, dass die Corona-Epidemie auch etwas mit den Jugendlichen gemacht habe. "Sie waren sehr diszipliniert, haben kaum Quatsch gemacht", schildert sie ihre Erfahrungen.

Konfirmationen in der Johannes-der Täufer-Kirche:

24. und 25. April

Theo Ahrens, Fill Arndt, Julia Bähr, Leonard Bente, Amy Brückner, Maria Dütz,
Filip Eichstedt, Sara Gille, Kathleen Harms, Katharina Jakob,
Dana-Marie Jaruschewski, Marie Luthmann, Franziska Joline Meyer,
Veronika Ridtschenko, Mali Ritter, Liam Finn Scheer, Aaron Schernich, Nils Stellfeldt,
Neala-Sharin Viol, Amy Winkel, Merle Wrede.

8. und 9. Mai

Ben Tobias Asseburg, Maarten Behr, Laura Blanke, Lisa Marie Bothe,
Cathleen Dumler, Cecilia Isabell Erdmann, Glen Fink, Jasmina Fölkel,
Lars Gallinat, Mika Gallinat, Ole Heilmann, Lea Hermann, Finn Ole Janßen,
Lexa Kissmann, Emma Lieder, Nelly Niewerth, Jillian Reichel, Merle Roolfs,
Ryan Schlimme, Benjamin Schön, Alina-Marie Simon, Levi Simon,
Anna Teubert, Marie Josefin Weigelt.