Zwei Fünf-Zenter-Fliegerbomben entschärft

Die Polizei hatte den Fundort der Bomben-Blindgänger nahe der Raffinerie weiträumig, wie hier auf der Umgehungsstraße in Richtung Uetze, abgesperrt. (Foto: Jens Kamm)

Kampfmittelbeseitigungsdienst sucht nach weiteren Blindgängern

DOLLBERGEN (jk). Nach etwas mehr als fünf Stunden wurde am vergangenen Sonntag die Evakuierung von Teilen Dollbergens um kurz nach 14 Uhr wieder aufgehoben. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte in diesem Zeitraum zwei Fünf-Zenter-Fliegerbomben, die bei einem Angriff im 2. Weltkrieg nicht explodiert waren, professionell und routiniert entschärft.
Der Kampfmittelräumdienst hatte von den vier Verdachtspunkten nördlich der Altölraffinerie Avista Oil zunächst zwei sondieren können. Dabei handelte es sich um eine Metallplatte sowie um einen „Bombenplatzer“, aus dem der Sprengstoff entfernt wurde. „In den Verdachtspunkten drei und vier wurde jeweils eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Heck- und Frontzünder gefunden, die von der Kampfmittelbeseitigung entschärft wurden“, berichtete Andreas Fitz von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Uetze.
Rund 800 Dollberger mussten im Rahmen der Evakuierung ihre Wohnung verlassen. Der Evakuierungsbereich wurde, genau wie bei der letzten Räumung, auf 1000 Meter Radius vom möglichen Fundort festgelegt. Die Polizei hatte den Bereich weiträumig mit Einsatzfahrzeugen abgesperrt, ab 9.00 Uhr waren alle Zufahrten gesperrt worden. Für die betroffenen Personen wurde ein Betreuungsraum im Schulzentrum Uetze eingerichtet, den vor allem ältere Menschen ohne in der Nähe befindliche Angehörige aufsuchten. Ab dem Feuerwehrhaus in Dollbergen war extra ein Shuttlebus eingerichtet worden.
Die Bombenräumung wird wahrscheinlich nicht die letzte in Dollbergen gewesen sein. Demnächst wird auf einem weiteren Gelände in der Nähe der Raffinerie nach weiteren Bomben-Blindgängern gesucht.