Zwei Einakter in kleiner Besetzung

In dem Stück „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab träumen drei Frauen von einem besseren Leben und verlieren sich in einem erbitterten Kampf. (Foto: privat)

Das Uetzer Amateurtheater spielt nach langer Pause wegen der Pandemie wieder vor Publikum

Uetze (r/fh). Nach fast zwei Jahren Zwangspause wegen der Corona-Epidemie ist es wieder soweit. Das Uetzer Amateurtheater BretterWelt spielt im November wieder vor Publikum. Um unter den Pandemie-Bedingungen besser proben zu können, hat das Ensemble diesmal aufgeteilt in zwei Gruppen zwei kleinere Stücke einstudiert: Werner Schwabs modernen Klassiker „Die Präsidentinnen“ und Jörg Grasers Komödie „Jailhouse Blues“.
Die Premiere ist am Samstag, 13. November. Weitere Aufführungen folgen dann am Freitag und Samstag, 19. und 20. November, jeweils ab 19.30 Uhr in der Agora des Schulzentrums Uetze, Marktstraße 6. Veranstalter ist die Kulturinitiative der Gemeinde Uetze K4. Für die Besucher gilt voraussichtlich die 2G-Regel, Änderungen aufgrund von neuen Corona-Verodnungen sind vorbehalten. Um die entsprechenden Nachweise prüfen zu können, bitten die Veranstalter um frühzeitiges Erscheinen. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Karten können unter info.bretterwelt@gmail.com vorbestellt werden. Reservierte Karten müssen spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.
Das Stück „Die Präsidentinnen“ von Werner Schwab wurde 1990 in Wien uraufgeführt. Es handelt von drei Frauen, die von einem besseren Leben träumen und sich in einem erbitterten Kampf verlieren: Kann das Leben in Form eines strahlenden Prinzen herbeigetrunken werden oder muss man sich im Job durch Fleiß selbstverwirklichen. Die Frauen sind Opfer und Täterinnen zugleich: Jede von ihnen ist böse, bemitleidenswert und sympathisch, in ihrer Boshaftigkeit allerdings wiederum komisch. Deswegen changiert das Stück zwischen Komödie und Drama. Es spielen: Birgita Habermann, Tanja Kolosej und Birgit Rode unter der Regie von Klaus-Peter Großmann.
Das Stück „Jailhouse Blues“ von Jörg Graser spielt in einem kleinen Nest in Texas. In einer Gefängniszelle wartet Alec Motil auf seine Hinrichtung. Dass er offensichtlich unschuldig ist, scheint niemand sonderlich zu stören. Stattdessen sind alle Beteiligten darauf aus, möglichst viel Kapital aus der ausweglosen Situation zu schlagen. Der etwas dümmliche Gefängniswärter Brody hat es auf die Henkersmahlzeit abgesehen. Motils Pflichtverteidiger will ihm die Vermarktungsrechte an seiner Geschichte abschwatzen, um damit seine Alkoholsucht zu finanzieren. Der Pfarrer möchte seine persönliche Missionierungsbilanz aufbessern und versucht mit allen Mitteln, Motil zum Christentum zu bekehren und Sheriff Delaware versucht, ihm eine Reihe ungeklärter Mordfälle unterzujubeln. Schließlich lässt sich Motil auf einen fragwürdigen Deal mit dem Sheriff ein. Es spielen: Felix Finger, Fabian Gelin, Andy Meyer, Antonia Molle, Thomas Stolze und Jürgen Schmidt. Regie führt Thomas Stolze.