"Zusammenhalten und verzeihen"

Elfriede und Heinrich Sellemann feiern Eiserne Hochzeit.

Elfriede und Heinrich Sellemann feiern nach 65 Ehejahren ihre Eiserne Hochzeit

HÄNIGSEN (dno). „Man muss zusammenhalten und verzeihen können“, verrät Elfriede Sellemann ihr Geheim-Rezept für eine lange Ehe, „Und gemeinsam essen, das ist wichtig.“ Dem pflichtet Heinrich Sellemann bei und ergänzt: „Ich freue mich jeden Tag auf das Mittagessen! Denn, die Kochkünste meiner Ehefrau sind unübertroffen.“
Am 28. August 1954 haben sich die beiden Hänigser das Ja-Wort gegeben. Dieses Ereignis jährte sich am Mittwoch zum 65. Mal. Ihre Eiserne Hochzeit wollen sie nun am heutigen Samstag feiern. „Mit Essen, Musik und etwa 50 Gästen“, verrät Elfriede Sellemann, „Und in einem Kleid. Heinrich wird einen Anzug tragen, aber etwas Helles!“
Begegnet sind sie sich schon in der Schule, aber gefunkt hat es dann auf dem landwirtschaftlichen Lehrhof in Wackerwinkel, auf dem Elfriede Sellemann arbeitete. „Ganz zufällig kam Heinrich da ab und zu mal vorbei“, erzählt sie. Immer mal wieder begegneten sie sich dann beim Fußball, hier war Heinrich Sellemann aktiv – einem Hobby, das er viele Jahre ausübte. Elfriede blieb hier nur am Spielfeldrand, ihre Leidenschaft gehörte dem Handball. Ob Feld oder Halle, „bis über meinen 50. Geburtstag habe ich noch gespielt“, erzählt sie. Der Sport hat beide immer verbunden. Ob aktiv, im Verein beim Kegeln und den Schützen oder heute beim gemeinsamen Sportschauen im Fernsehen.
Dazu kam die Lust am Gärtnern und am Reisen. „Wir sind viel gereist, mit den Kindern an die See, zum Zelten oder später in die Berge nach Bayern oder Südtirol.“ Heute bevorzugen sie Tagesfahrten, „obwohl dies nach dem Schlaganfall von Heinrich auch schwieriger geworden ist“, erzählt Elfriede Sellemann.
Umso mehr genießen sie die Zeit mit ihrer großen Familie und besonders mit den Enkeln und Urenkeln. Vier Jungen haben sie groß gezogen, dazu kommen jetzt sechs Enkelkinder, zwei Mädchen und vier Jungen, und die Urenkel, zwei zweijährige Zwillinge, „die süßer nicht sein könnten“ und „wieder Jungen sind“, berichtet Elfriede Sellemann schmunzelnd.