Wechsel im Friesen-Vorstand

Der Vorsitzende des Häniger Sportvereins Klaus Dahlgrün und sein Stellvertreter Peter Mehnert legen ihre Ämter nieder

Hänigsen (fh). Überraschender Wechsel im Vorstand des TSV Friesen Hänigsen: Der langjährige Vorsitzende Klaus Dahlgrün und sein Stellvertreter Peter Mehnert haben ihre Ämter Mitte November niedergelegt. Dahlgrün begründet diesen Schritt mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen; Mehnert führt persönliche Gründe an.
Erst einmal übernehmen jetzt bis zur nächsten Jahreshauptversammlung Jens Voltmer von der Handball- und Uwe Filter von der Tennisabteilung als kommissarische Vorsitzende sowie Tore Passon von der Judo-Abteilung als kommissarischer Jugendwart. Auf den übrigen Positionen gibt es keine Veränderungen: Gisela Bublitz bleibt Schatzmeisterin, Gisela Fangrat Schriftführerin und Bärbel Kraska Mitgliedswartin. „Damit liegt die Vereinsführung in guten Händen“, zeigt sich Mehnert überzeugt.
Wegen der Corona-Epidemie hatten die Friesen ihre Jahreshauptversammlung erst im September abgehalten und Mehnert dort gerade noch für zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Danach war es jedoch zu einer vereinsinternen Querele gekommen.
Der Stein des Anstoßes: Dahlgrün hatte bei der Versammlung angekündigt, dass der Verein die Sportanlage an der Windmühlenstraße aufgeben wolle. Er verwies dabei auf zahlreiche Missstände und dementsprechend hohe Kosten. Die Fußballsparte, die dort ihr sportliches Zuhause hat, übte öffentlich scharfe Kritik.
Inwieweit ihr Rücktritt auch mit diesen Ereignissen zusammenhängt, wollen Dahlgrün und Mehnert auf Nachfrage nicht kommentieren. Ausschlaggebend sei vielmehr ihre persönliche Situation gewesen. „Ich habe schon seit längerem gesundheitliche Probleme, die sich in letzter Zeit erheblich verschlechtert haben. Ich kann das Amt zur Zeit nicht auszuüben“, betont Dahlgrün. Und Mehnert fügt hinzu: „Wir sind außerdem der Meinung, dass es Zeit für einen Neuanfang ist. Es ist gut, wenn jetzt auch Jüngere Verantwortung übernehmen.“
Nachdem Dahlgrün und Mehnert Anfang Oktober ihren Rückzug angekündigt hatten, hat der 15-köpfige Gesamtvorstand mehrfach getagt – anfangs noch bei Treffen im Schützenhaus, später im virtuellen Friesen-Chatroom. Die Suche nach Nachfolgern sei nicht ganz einfach gewesen und auch noch nicht abgeschlossen.
Die Beteiligten seien aber froh, dass nun Kandidaten gefunden wurden, um den Zeitraum bis zur nächsten Jahreshauptversammlung zu überbrücken, sodass der Verein handlungsfähig bleibe.