Wahl der Ortsräte in Uetze

SPD hat in Dedenhausen und Dollbergen die Mehrheit, die CDU in Obershagen und Schwüblingsen

Uetze (fh). Auch in der Gemeinde Uetze haben die Bürger neue Ortsräte gewählt. In Altmerdingsen und Katensen hatten die örtlichen Wählergemeinschaften diesmal keine Konkurrenz und erhalten somit jeweils alle fünf Sitze. In fünf Ortschaften erhielt die SPD die meisten Stimmen, in Obershagen und Schwüblingsen setzte sich die CDU an die Spitze. Die Freien Wähler sind in vier Ortsräten vertreten, die Grünen in drei. Der FDP gelang der Sprung in den Ortsrat Dedenhausen.

Altmerdingsen

In Altmerdingsen ist ausschließlich die Wählergemeinschaft Altmerdingsen angetreten und hat für die fünf Ortsratssitze sechs Kandidaten aufgestellt. Der amtierende Ortsbürgermeister Reinhard Degotschin hat mit deutlichem Abstand das beste persönliche Ergebnis erzielt. 307 Wähler und damit 39,7 Prozent gaben ihm ihre Stimme.
Das sind die künftigen Mitglieder des Ortsrates Altmerdingen: Reinhard Degotschin, Marion Könnecker, Rüdiger Knoche, Stefan Conradt, Corinna Naumann.

Dedenhausen

In Dedenhausen hat die CDU deutlich Stimmen verloren. Bei der Kommunalwahl 2016 war sie noch auf 37,6 Prozent gekommen, jetzt nur noch auf 22,6 Prozent. Damit verliert sie einen Sitz an die FDP, die ihr Ergebnis von 4,3 Prozent vor vier Jahren auf jetzt 9,6 Prozent deutlich verbesserte und damit den Sprung in den Ortsrat schaffte.
Die SPD bleibt stärkste Kraft und hat sogar weiter an Zustimmung gewonnen: von 58,1 Prozent vor fünf Jahren auf jetzt 67,8 Prozent. Sie ist weiterhin mit drei Mandaten im Ortsrat vertreten. Das beste persönliche Ergebnis erreichte der amtierende Ortsbürgermeister Joachim Hutschenreuter mit 271 Stimmen.
So setzt sich der Ortsrat Dedenhausen künftig zusammen: Joachim Hutschenreuter (SPD), Bastian Bührig (SPD), Yvonne Sommer (SPD), Dorothea Schrader (CDU), Ulf-Hendrik Schrader (FDP).

Dollbergen

Vor fünf Jahren waren bei der Kommunalwahl in Dollbergen nur SPD und CDU angetreten, diesmal stellten auch die Grünen und die Freien Wähler Kandidaten auf. Die größere Konkurrenz hat die SPD zwar einige Stimmen gekostet, mit 51,4 Prozent verteidigt sie aber ihre Mehrheit (2016: 59,1 Prozent) und behält damit ihre vier Sitze in dem Gremium. Die CDU musste hingegen deutlich Federn lassen. Bei der Kommunalwahl 2016 war sie noch auf 40,9 Prozent gekommen, diesmal reichte es nur für 21,6 Prozent. Von ihren drei Sitzen konnte die CDU damit nur einen halten. Dafür sichern sich die Grünen mit 13,5 Prozent und die Freien Wähler mit 13,6 Prozent jeweils ein Mandat. Das beste persönliche Ergebnis erzielte der Spitzenkandidat der SPD Till Schumann mit 424 Stimmen, gefolgt dem dem Grünen-Kandidaten Kilian Richter mit 223 Stimmen.
Die künftigen Mitglieder des Ortsrates Dollbergen: Till Schumann (SPD), Tanja Büschenfeld (SPD), Rainer Richter (SPD), Rainer Hennig (SPD), Dirk Rentz (CDU), Kilian Richter (Grüne), Gerhard Meyer (Freie Wähler).

Eltze

In Eltze ist die SPD mit 42,8 Prozent zur stärksten Kraft geworden und hat ein Mandat hinzugewonnen, sodass sie jetzt über drei Sitze verfügt. Bei der Kommunalwahl 2016 hatte sie 32,1 Prozent erreicht. Das beste persönliche Ergebnis erzielte der SPD-Spitzenkandidat Rudolf Schubert mit 323 Stimmen. Auch die CDU hat sich von 21,4 Prozent vor fünf Jahren auf jetzt 29,3 Prozent verbessert. Sie ist weiterhin mit zwei Mitgliedern im Ortsrat vertreten. 2016 lag noch die Liste „Gemeinsam für Eltze“ (GFE) mit 38,7 Prozent vorne und stellte dann auch den Ortsbügermeister Hans-Hermann Brockmann. Die Mitglieder dieser örtlichen Wählergemeinschaft haben sich im vergangenen Jahr den Freien Wählern angeschlossen und den Uetzer Ortsverband dieser Partei mitgegründet. Unter dem neuen Namen haben sie deutlich weniger Stimmen erhalten und sicherten sich mit 22,6 Prozent nur noch zwei Sitze im Ortsrat.
So setzt sich der Ortsrat Eltze künftig zusammen: Rudolf Schubert (SPD), Thordies Hanisch (SPD), Volker Linke (SPD), Verena Claus (CDU), Jonas Wrede (CDU), Hans-Hermann Brockmann (Freie Wähler), Fabian Ebeling (Freie Wähler).

Hänigsen

In Hänigsen bleibt die SPD mit 44,1 Prozent stärkste Kraft, schneidet damit aber etwas schwächer ab als bei der Kommunalwahl 2016 und büßt ihre Mehrheit im Ortsrat ein. Damals kam sie auf 48,9 Prozent und konnte sich fünf Sitze in dem neunköpfigen Gremium sichern. Einen davon verliert sie jetzt an die Freien Wähler, die zum ersten Mal angetreten sind und mit 7,2 Prozent aus dem Stand ein Mandat gewonnen haben. Die Grünen bleiben mit 13,9 Prozent nahezu konstant (2016: 14,1 Prozent) und verteidigen damit ihren Sitz.
Die CDU verschlechtert sich zwar von 37,0 Prozent vor fünf Jahren auf jetzt 29,5 Prozent, kann ihre drei Mandate im Ortsrat damit aber halten. Das mit großem Abstand beste persönliche Ergebnis erzielte der SPD-Spitzenkandidat und amtierende Ortsbürgermeister Norbert Vanin mit 1187 Stimmen, gefolgt von dem CDU-Kandidaten Mathias Puchta mit 449 Stimmen.
Die künftigen Mitglieder des Ortsrats Hänigsen: Norbert Vanin (SPD), Ruth Andresen (SPD), Nadine Schrader (SPD), Martin Trisch (SPD), Matthias Puchta (CDU), Wulf Langeheine (CDU), Klaus Cording (CDU), Stefanie Kraska-Then (Grüne), Sandra Grobe (Freie Wähler).

Katensen

In Katensen ist ausschließlich die Freie Wählergemeinschaft Katensen (FWK) angetreten und hat sieben Bewerber für den fünfköpfigen Ortsrat ins Rennen geschickt. Der amtierende Ortsbürgermeister Thomas Sörgel hat sich nicht zur Wiederwahl gestellt. Spitzenkandidat war stattdessen Olaf Reese, der auch im Stadtrat sitzt. Er erzielte mit 408 Stimmen das beste persönliche Ergebnis.
Das sind die künftigen Mitglieder des Ortsrates Katensen: Olaf Reese, Stefan Möbius, Björn Johannsohn, Rolf Sieroux, Ivonne Müller.

Obershagen

In Obershagen hat die CDU mit 52,5 Prozent ihre Mehrheit verteidigt. Bei der Kommunalwahl 2016 war sie sogar auf 68,6 Prozent gekommen. Trotz der Stimmverluste behält sie ihre drei Sitze in dem fünfköpfigen Ortsrat. Die SPD verbessert sich von 31,4 auf 37,6 Prozent, kommt aber trotzdem nicht über zwei Mandate hinaus. Erstmals sind auch die Freien Wähler angetreten und haben knapp zehn Prozent erreicht. Bei der Sitzverteilung gehen sie aber leer aus. Das beste persönliche Ergebnis sicherte sich der CDU-Spitzenkandidat und amtierende Ortsbürgermeister Andreas Staas.
So setzt sich der Ortsrat Obershagen künftig zusammen: Andreas Staas (CDU), Burghard Homann (CDU), Kathleen Sacher (CDU), Matthias Müller (SPD), Ulrike König (SPD).

Schwüblingsen

In Schwüblingsen hat die CDU einige Stimmen an die SPD verloren. Mit 51,8 Prozent verteidigte sie aber ihre Mehrheit. Bei der Kommunalwahl 2016 war sie noch auf 60,5 Prozent gekommen. Die SPD verbesserte sich hingegen von 39,5 auf 48,2 Prozent. Ihr Spitzenkandidat Matthias Deicke konnte mit 232 Stimmen sogar das beste persönliche Ergebnis verbuchen, noch vor dem CDU-Spitzenkandidaten und amtierenden Ortsbürgermeister Eike Dralle mit 200 Stimmen. An der Sitzverteilung im Ortsrat ändert das aber nichts: Die CDU verfügt weiterhin über drei und die SPD über zwei Mandate.
Die künftigen Mitglieder des Ortsrates Schwüblingsen: Eike Dralle (CDU), Doreen Sellmann (CDU), Christian Fricke (CDU), Matthias Deicke (SPD), Christoph Schrader (SPD).

Uetze

In Uetze bleibt die SPD mit 38,1 Prozent stärkste Kraft. Gegenüber der Kommunalwahl 2016 mit damals 45,3 Prozent hat sie aber Stimmen verloren und erhält jetzt nur nach drei statt vormals vier Sitze im Ortsrat. Vor fünf Jahren war Oliver Wempe als parteiloser Einzelbewerber angetreten, diesmal kandidierte er auf der Liste der Freien Wähler, die insgesamt neun Namen umfasste. Im Ergebnis konnte nicht nur Wempe sein Mandat verteidigen, sondern die Freien Wähler haben sich mit insgesamt 19,6 Prozent noch einen weiteren Sitz gesichert.
Die CDU hat sich zwar von 34,0 auf 31,4 Prozent verschlechtert, kann ihre drei Sitze aber halten. Die Grünen verteidigen ihr Mandat mit 9,1 Prozent ebenfalls. Die Linken gingen mit 2,01 Prozent bei der Sitzverteilung leer aus. Das beste persönliche Ergebnis verbuchte der SPD-Spitzenkandidat Klaus Finger mit 615 Stimmen.
So setzt sich der Ortsrat Uetze künftig zusammen: Klaus Finger (SPD), Jürgen Böhnke (SPD), Claudia Otte (SPD), Kim Grundstedt (CDU), Hartwig Schumacher (CDU), Jens Schumacher (CDU), Oliver Wempe (Freie Wähler), Hannah Groß (Freie Wähler), Janina Grauert (Grüne).