Von Kalligrafie bis Herbstdeko

Arabische Kalligrafie mit Manal El-Sawi und ihren Töchtern Miriam (links) und Nouran.

Beim 20. Pappaulfest präsentieren die Aussteller bei traumhaftem Wetter an elf Ständen Kulinarisches und Handgemachtes / Ökumenischer Freiluftgottesdienst gut besucht

HÄNIGSEN (dno). Seit drei Jahren widmet sich Manal El-Sawi der arabischen Kalligrafie. „Mit ihrer ganz eigenen Interpretation, ihrem eigenen Stil“, erzählt die Integrationsberaterin des Mehrgenerationenhauses Burgdorf, „Denn Kunst muss ihre eigene Freiheit haben, sonst wäre es nur eine Kopie.“
„Angefangen hat alles mit einem Sprachkurs, zu dem ich kein Lehrmaterial gefunden habe, da habe ich mir meine eigenen Buchstabenkärtchen angefertigt“, berichtet Manal El-Sawi weiter, die sich auch ehrenamtlich in der Kunstspirale Hänigsen sowie im Dorftreff engagiert.
Auf dem Pappaulfest zeigte sie ihre Kunstwerke und bot diese in Form von Kinderschminken an. Dabei wurde sie von ihren beiden Töchtern, der 6-jährigen Miriam und der 9-jährigen Nouran unterstützt. Für das leibliche Wohl gab es an ihrem Stand arabische Linsensuppe.
Hänigsen zeigte sich am letzten Sonntag wieder einmal als lebendige Dorfgemeinschaft, die bei herrlichem Spätsommerwetter ein tolles Pappaulfest – bereits zum 20. Mal – feierte. Zahlreiche Vereine und Verbände hatten zum guten Gelingen beigetragen. An elf Ständen gab es Kulinarisches sowie Handgemachtes. So wie bei Edeltraud Leermann, die herbstliche Dekorationen, Kränze und Gebinde zeigte. Die GroKo aus SPD und CDU vereinte sich am Getränkestand und erstmalig übernahm die Traditionsgemeinschaft Hänigsen den Grill. Auch das große Torten- und Kuchenbuffet ließ keine Wünsche offen. Und, kein Pappaulfest ohne das knusprige und leckere „Pappaul-Brot“! Ganz ohne chemische Zutaten wird es aus Roggenvollkornmehl, Weizenmehl, Roggenvollkornsauer, Salz, Hefe, Wasser und mit „ganz viel Liebe „ gebacken. Das Pappaul-Brot erinnert an die guten, alten Zeiten, in denen gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus Am Pappaul noch eine Bäckerei stand, die nicht nur Namensgeber war, sondern den Ort mit dem Duft von frischem Brot und Kuchen entzückte.
Musikalische Unterstützung gab es von den Männergesangsvereinen Uetze und Hänigsen, dem Posaunenchor der Kirchengemeinde Hänigsen, dem Spielmannszug Riedel sowie dem Shanty Chor „Graf Luckner“.
Auch der ökumenische Freiluftgottesdienst, der das Fest einleitete, gehalten von Pastor Ulrich von Stuckrad-Barre und Gemeindereferent Stefan Horn war wieder gut besucht.
„Wir freuen uns, dass unser Pappaulfest wieder so gut besucht wurde und viele Unterstützer hat“, so Ortsbürgermeister Norbert Vanin.
Der Erlös des Pappaul-Festes bleibt auch in diesem Jahr im Ort. „Wir werden davon wieder unseren Weihnachtsmarkt unterstützen und das Karussellfahren kostenfrei für die Kinder anbieten“, so Norbert Vanin.