Von der Übung zum Einsatz

Nach dem Übungsdienst löschen die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Eltze einen Böschungsbrand an der B188. (Foto: privat)

Nach einem Training für Atemschutzgeräteträger löscht die Feuerwehr Eltze einen Böschungsbrand

Eltze (r/fh). Die Ortsfeuerwehr Eltze hatte gerade einen Sonderdienst für Atemschutzgeräteträger absolviert und wollte den Abend am Feuerwehrhaus ausklingen lassen, als sie gegen 20.45 Uhr zu einem realen Einsatz gerufen wurde. Drei Feuerwehrleute waren mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und hatten einen Böschungsbrand an der B188 entdeckt. Die Übungsteilnehmer verteilten sich daraufhin auf drei Einsatzfahrzeuge und machten sich sofort auf den Weg. So konnten sie den Schwelbrand auf einer Fläche von rund zehn Quadratmetern schnell löschen und Schlimmeres verhindern.
Unterstützt wurden die Eltzer Einsatzkräfte dabei von einem Feuerwehrmann aus Uetze und einer Feuerwehrfrau aus Dedenhausen, die ebenfalls an dem Übungsdienst teilgenommen hatten. Dabei kam ihnen zugute, dass die Teilnehmerin aus Dedenhausen zum Training ein Löschfahrzeug ihrer Ortsfeuerwehr mit einem 1000-Liter-Wassertank mitgebracht hatte. So musste beim Böschungsbrand keine lange Strecke zur Wasserversorgung aufgebaut werden. Darüber hinaus bekämpften sie den Schwelbrand mit Schaufeln und Forken. Gegen 22.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Bei der Übung hatten sich die 14 Atemschutzgeräteträger zuvor rund zweieinhalb Stunden in dem leerstehenden Pastorenhaus neben der Eltzer Kirche auf unterschiedliche Gefahrenlagen vorbereitet. Unter Leitung des Gruppenführers Marvin Eisfeld haben sie zum Beispiel die Menschenrettung bei minimaler Sicht aus einem oberen Stockwerk trainiert. Außerdem übten sie die sogenannte Hydraulische Ventilation. Dabei wird ein Wasserstrahl aus dem offenen Fenster ins Freie gespritzt, sodass der Rauch mitgerissen und aus dem Gebäude herausgezogen wird. Auf diese Weise kann einerseits die Rauchgasbelastung reduziert und andererseits vor allem die Sicht verbessert werden. Bei der Übung wurde der Rauch durch „Disco-Nebel“ aus einer Nebelmaschine simuliert. "Wir sind Pastor Maximilian Chmielewski dankbar, dass er die Übung in dem leerstehenden Haus der Kirchengemeinde ermöglicht hat", betont Heiko Viereck von der Feuerwehr Eltze.