Uhu verhindert Sprengung

Abrissgenehmigung für Wasserturm vorerst ausgesetzt

Hänigsen (r/bs). Der Wasserturm am ehemaligen Kaliwerk Riedel von K+S in Uetze-Hänigsen konnte nicht wie geplant am Mittwoch gesprengt werden. Ein Uhu brütet im Gebäude. Deshalb ist der Abriss aktuell nicht zulässig.
Der Vogel wurde erstmals am Montag, 28. März, in dem Gebäude beobachtet. Bei Begehungen in den vergangenen Wochen war seine Anwesenheit nicht bemerkt worden. Eine naturschutzfachliche Sachverständige hat den mutmaßlichen Nistplatz am Dienstagmorgen in Augenschein genommen und festgestellt, dass der Vogel in der Tat brütet. Vor diesem Hintergrund hat das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die bis dato genehmigte Sprengung wieder versagt. Der sprengtechnische Abbruch des Turmes findet daher vorerst nicht statt.
Aufgrund der Sprengvorbereitungen ist der Turm geschwächt. Deshalb wird die bestehende Absperrung um das Gebäude herum aus Sicherheitsgründen noch ausgeweitet. Das betrifft auch große Flächen des Parkplatzes an der Wathlinger Straße.
K+S weist darauf hin, dass Unbefugte die gesperrten Flächen und die Gebäude zu keiner Zeit betreten dürfen. Die konventionellen Abbrucharbeiten am Pförtnergebäude und am nördlichen Anbau des Kasinogebäudes werden fortgesetzt.
Wie lange der Abriss des Wasserturms verschoben werden muss, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit vorhersagen. K+S und das beauftragte Abbruchunternehmen, die in Lehrte ansässige Fachfirma A&S Betondemontage, werden das weitere Vorgehen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden planen.