Uetze 2030 geht in die nächste Runde

Karolin Thieleking von KoRiS erläuterte den Sachstand.
 
An Stellwänden konnten die Uetzer mit Hilfe von Klebepunkten ihre Meinung äußern.

2. Themenwerkstatt mit über 40 Teilnehmern: Wirtschaft, Mobilität, Umwelt und Klima im Fokus

UETZE (dno). Uetze ist vor allem „lebenswert, familienfreundlich, erholsam, sicher und lebendig“ - so empfinden es zumindest laut einer Umfrage die Bürgerinnen und Bürger. Damit das auch in Zukunft so bleibt und an einigen Stellen noch optimiert wird, wurde das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) ins Leben gerufen. Dieses enthält Zukunftsszenarien für 2030 und darauf abgestimmte, konkrete Handlungsansätze. Den Strategieplan zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde können alle Uetzer mitgestalten. Ihre Ideen und Visionen werden dann in Form von Leitlinien, Zielen und Abläufen gesammelt und in Themenwerkstätten diskutiert und konkretisiert.
„Ein wichtiges Projekt“, findet auch Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg. „Wir leben in Zeiten, in denen es zum ersten Mal kein positives Zukunftsbild mehr gibt. Dieses müssen wir wieder schaffen, denn das ist die beste Versicherung der Demokratie. Mit dem Strategieplan Uetze 2030 können wir selbst Einfluss nehmen. In Teilbereichen haben wir das schon geschafft wie beispielsweise mit den Freibadgenossenschaften.“
Nach der Auftaktveranstaltung zu Beginn des Jahres, die von rund 100 Uetzern interessiert verfolgt wurde, und einer Ideenwerkstatt speziell für Kinder und Jugendliche, trafen sich nun jeweils rund 40 Teilnehmer in zwei Themenwerkstätten. Unterstützt wurden diese von den Planungsbüros Koris und Regecon, die das Projekt begleiten. Am 1. Oktober 2019 wurden Anregungen zum Thema „Kultur, Wohnen, Bildung und Soziales“ gesammelt. Dabei kamen Ideen zu generationsübergreifendem Wohnen auf sowie zur Umwandlung von ehemaligen Hofstellen in Wohnräume. Aber immer mit dem Vermerk, die Charakteristik der Bauernhöfe zu erhalten und auch sparsam mit Grund und Boden umzugehen.
Im Bereich Kultur und Freizeit soll es mehr interkulturelle Angebote und Senioren-Begegnungsstätten geben. Die bestehenden Angebote sollten besser vernetzt werden und Ehrenamtliche und Vereine bräuchten stärkere Unterstützung. Es sollten Strukturen geschaffen werden, für eine „Kultur der Beteiligung, Mitbestimmung und Mitverantwortung“, so die Uetzer. Mobile Fahrdienste, Hofläden oder auch ein Festsaal in Uetze könnten das Angebot in der Gemeinde erweitern.
Am vergangenen Mittwochabend gingen die Diskussionen weiter. Im Fokus standen die Themen „Wirtschaft, Mobilität, Umwelt und Klima“. Karolin Thieleking von Koris und Thilo Ramms von Regecon gaben einen Überblick über das Projekt, zum Ablauf und den Zwischenergebnissen. Nach der Diskussionsrunde wurden in Kleingruppen, die Ziele und Projekte aber auch das Leitbild erarbeitet. Dafür wurde der Slogan „Lebenswertes Uetze 2030 – gut vernetzt für eine nachhaltige Zukunft!“ vorgeschlagen.
Nach jetzigem Stand soll es drei Themenfelder umfassen: 1) Unter der Überschrift „Ausgewogenes Wachstum, Wirtschaft und Wohnen“ soll es darum gehen, eine hohe Lebensqualität und das ländliche Umfeld zu sichern und gleichzeitig Uetze als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort mit einer intakten Infrastruktur zu stärken. 2) Getreu dem Motto „Hand in Hand für Wohnen, Leben, Arbeit, Ausbildung, Umwelt und Klima“ sollen Politik, Verwaltung, Bürger und weitere Akteure Uetzes Zukunft gestalten. 3) Geleitet von dem Grundsatz "Zusammenhalt der Dörfer macht stark“ wird angestrebt, die dörfliche Infrastruktur bedarfsgerecht für alle Ortschaften zu erhalten und durch eine räumliche Verteilung der Funktionen und Aufgaben fest zu verankern.
Am Mittwoch, 20. November, folgt als Abschluss eine Konzeptwerkstatt, in der
Handlungsstrategien entwickelt werden. Anfang 2020 soll das fertige IKEK vorliegen.