Tatverdacht nach Trickbetrug

Polizei durchsucht Wohnung in Göttingen / Frauen könnten auch eine 82-jährige Uetzerin beklaut haben

Uetze/Region (r/fh). Anfang Oktober haben Trickdiebe bei einer 82-jährigen Uetzerin Schmuck und Bargeld erbeutet. Nun hat die Polizei eine Wohnung in Göttingen durchsucht, in der zwei tatverdächtige Frauen im Alter von 17 und 25 Jahren leben. Die Zentrale Ermittlungsgruppe (ZEG) "Trick" der Polizeidirektion Hannover war ihnen nach der Tat in Uetze auf die Spur gekommen. In ihrer Wohnung stellten die Polizeibeamte Mobiltelefone und diverse Kleidungsstücke sicher, die von beiden vermutlich während der Taten getragen wurden. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Tatverdächtigen vor Ort entlassen.
Seit Oktober war es niedersachsenweit zu mehreren Fällen mit gleicher Vorgehensweise gekommen. Dabei hatte sich jeweils eine Frau bei lebensälteren Personen als neue Pflegekraft vorgestellt und war so in die Wohnungen oder Häuser der Senioren gelangt. Dort wurden die meist körperlich oder geistig eingeschränkten Betroffenen gezielt abgelenkt, sodass Mittäter der vermeintlichen Pflegekraft ungehindert den Wohnbereich betreten konnten und dort Schmuck, Bargeld und Wertsachen klauten. Die Polizei geht davon aus, dass die Wohnungen und Häuser zuvor ausgekundschaftet wurden und den Täter somit bekannt war, wo regelmäßig Pflegedienste tätig sind. Die Ermittlungen wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Diebstahls dauern weiter an.
Die Polizeidirektion Hannover warnt in diesem Zusammenhang, keine fremden Personen ins Haus oder in die Wohnung zu lassen. Wenn sich neue Mitarbeiter eine Pflegedienstes oder eines anderen Dienstleisters vorstellen, sollten sich die Betroffenen bei dem jeweiligen Unternehmen erkundigen, ob dies tatsächlich zutrifft. Falls sich das nicht überprüfen lässt oder Zweifel bestehen, sollte der Polizei-Notruf 110 gewählt werden.