SV Uetze bleibt in der 1. Bundesliga

Gegen Tabellenführer Kriftel kann Uetze nicht punkten, sichert sich aber am nächsten Tag den Klassenerhalt. (Foto: SV Uetze)

Luftpistolenschützen sichern sich im letzten Wettkampf der Saison den Klassenerhalt

Uetze (r/fh). Die Luftpistolenschützen des SV Uetze bleiben in der 1. Bundesliga. In ihrem letzten Wettkampf der Saison am 16. Januar haben sie gegen den Tabellenletzten SV Hegelsberg-Vellmar die beste Mannschaftsleistung seit Langem gezeigt und einen 4:1-Sieg errungen. Am Tag zuvor mussten sie sich dem Tabellenersten SV Kriftel mit 0:5 geschlagen geben. Im Endergebnis steht der SV Uetze unter den zwölf Teams der Bundeliga Nord auf Platz 10 und hat sich damit den Klassenerhalt gesichert. Mit 8:14 Mannschaftspunkten liegt das Team gleich auf mit den Sportschützen Fahrdorf und dem SV Bassum auf den Plätzen 8 und 9, die aber ein besseres Verhältnis bei den Einzelpunkten der Schützen aufweisen. „Ich bin stolz auf unser Team. Es war stark, dass unsere Mannschaft im entscheidenden Moment ihre Leistung so gut abrufen konnte. Gerade unter Druck ist das im Schießen nicht selbstverständlich“, sagt Trainer Donald Albrecht.
Am letzten Wettkampfwochenende der 1.Bundesliga Luftpistole in Bassum ging es für vier Mannschaften noch um den Klassenerhalt. Auch für das Team vom Schützenverein Uetze bestand noch Gefahr, wieder auf den Relegationsplatz abzurutschen. Gegen den SV Kriftel bestand am Samstag von vornherein kaum eine Chance. Denn die Mannschaft aus Hessen ist ungeschlagen Tabellenführer und versammelt viele Nationalkaderschützen um Olympiasieger Christian Reitz im Team. Nachdem die starken Gegner gleich mit vier Auftaktserien von 95 bis 97 Ringen vorgelegt hatten, mussten sich die Uetzer letztlich mit 0:5 geschlagen geben.
Am Sonntag brauchten sie also dringend einen Sieg, um den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft zu schaffen. Und das Team von Trainer Donald Albrecht wuchs förmlich über sich hinaus und zeigte Saisonbestleistung. Bis auf Vendela Sörensson, die sich auf Position 1 Nationalkaderschützin Svenja Berge mit 374:377 geschlagen geben musste, konnten alle ihre Einzelpartien gewinnen. Auf den Positionen 2 und 3 punkteten Wolfgang Geppert (374) und Isabel Kausch (373) souverän mit jeweils über 10 Ringen Vorsprung. Und auch Marit Albrecht, die unter Zeitdruck nur mit einer schwachen 86er Serie ausschoss, konnte auf Position 5 ihren Punkt am Ende noch sicher mit 366 zu 362 nach Hause bringen.
Spannend blieb es dagegen auf Position 4, auf der sich Marieke Lehmann mit Nils Pilger ein zähes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. Am Ende mussten beide mit 364:364 ins Stechen. Hier zeigte die 18-jährige Uetzerin ihre Nervenstärke. Nachdem beide Sportler nach dem ersten Stechschuss mit einer 10 weiter Gleichstand hatten, traf sie im zweiten Stechschuss mit einer 10,7 wieder sauber ins Zentrum, während ihr Gegner mit einer 7 das Nachsehen hatte. Damit setzte sie dem Uetzer Sieg mit dem 4. Einzelpunkt noch das Sahnehäubchen auf. „Im Stechen stehen die Schützen unter extremer Anspannung, und dann gleich zweimal sauber die 10 zu treffen offenbart schon Nervenstärke bei einer so jungen Schützin. Chapeau“, lobt Trainer Albrecht.