Spielerisch Sprache erlernen

Leo (von links), Finn und Max vom Familienhaus Uetze entdecken, dass man Wasser einfärben kann. (Foto: Region Hannover/Carmen Pförtner)

Familienhaus in Uetze setzt Sommerferien-Projekt der Region Hannover um

Uetze (r/fh). Geschlossene Kitas, wenig Kinderkontakte: Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen waren für Kinder besonders belastend und wirken immer noch nach. So zeigen die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen in der Region Hannover aus dem letzten Jahr, dass der Sprachförderbedarf bei den Kindern gestiegen ist. Der Anteil der Kinder, die nur eingeschränkt oder gar kein Deutsch sprechen, hat signifikant zugenommen.
Hier setzt das neue Projekt „Sprachsommer“ der Region an, das Vorschulkindern in Kitas einen spielerischen Zugang zu Sprache ermöglicht. Das Familienhaus Uetze hat mit 20 Kindern aus zwei Gruppen an dem Programm teilgenommen. Außerdem beteiligten sich sechs weitere Gruppen aus Ronnenberg, Barsinghausen, Seelze und Wunstorf. Zwei Wochen lang widmeten sich die Mädchen und Jungen den Themen „Wasser“, „Natur“ oder „Bauen und Konstruieren“ und präsentierten zum Abschluss ihre kreativen Ergebnisse.
Die Kita-Teams werden begleitet durch Honorarkräfte, die im Vorfeld zum Thema „alltagsintergierte Sprachbildung“ geschult wurden. Finanziert wird der Sprachsommer aus dem Bundesprogramm „Kita Einstieg“. „Die Sprachfähigkeiten sind eine essentielle Voraussetzung für den Übergang zur Grundschule“, sagt Projektleiter Robert Wolf vom Team Tagesbetreuung für Kinder der Region Hannover. Vier Stunden praktischer Arbeit stehen jeden Tag auf dem Stundenplan. „Aber das Ansatz ist natürlich spielerisch“, betont Wolf.