Sonnige Mienen nach einer verregneter Saison im Hänigser Freibad

Der erste Jahreskalender des Freibads Hänigsen ist ab sofort in den Hänigser Apotheken erhältlich. (Foto: Genossenschaft Freibad Hänigsen)

Vorstand der Freibad Hänigsen Genossenschaft zieht positive Bilanz

HÄNIGSEN (r/jk). Zum Saisonende schien noch einmal die Sonne, so, wie es sich die Genossen fur den ganzen Sommer gewünscht hatten. Vom wolkenlosen Himmel setzte sie das Freibad Hänigsen noch einmal richtig in Szene. Da fiel der Abschied vom Bad doppelt schwer und der Rückblick auf die 171 Tage = 5 Monate Freibadsaison machte noch einmal klar, wie viel Engagement, Sachverstand und Leidenschaft alle Aktiven aufgebracht hatten, um in dem unbeständigen Sommer eine Freibadsaison hinzulegen, die unterm Strich in allen Belangen erfolgreich war.
Zunächst ein Blick auf die Fakten. Die Genossenschaft wird das erste Geschäftsjahr ihres Bestehens wirtschaftlich mit einem positiven, leicht uberplanmäßigen Ergebnis abschließen Die Basis dafür legten die 790 Genossen mit ihren 881 Anteilen, die an die hundert aktiven Helfer, der Förderverein mit seinen uber 600 Mitgliedern und den zahlreichen Sponsoren sowie die DLRG mit den erbrachten Wachdiensten und ihrem regen Vereinsleben im Bad.
„Die Badesaison selbst war trotzt wetterbedingter, erheblicher Einbußen bei den Tagesgästen wirtschaftlich erfolgreich, da diese durch einen deutlich erhöhten Verkauf von Saisonkarten mehr als kompensiert werden konnten. Die erstmals eingeführten Frühbucherrabatte auf Saisonkarten haben Wirkung gezeigt und schon im Mai wurde der Großteil der uber 1.200 verkauften Saisonkarten ausgegeben“, fasste Vorstandssprecher Rainer Lindenberg zusammen und führte dann weiter aus: „Und das, obwohl die Wärmeleitung erst Wochen nach dem Saisonstart angeschlossen werden konnte. Der sonnige Mai hat deshalb im Bereich der Tagesgäste nicht gleichziehen können, das Wasser war einfach noch zu kalt. Als wir stabil 23 bis 24 Grad Wassertemperatur vermelden konnten, war der Vorteil
der Wärmeversorgung schnell zu erkennen. Sobald die Sonne schien, waren die Menschen im Bad, da die Zeiten der allmählichen Wassererwärmung weg fielen. So konnten wir zwischen den Tiefs am Himmel immer wieder mal auch beachtliche Zahlen bei den Tagesgästen erreichen.“
Veranstaltungen waren die größte Prüfung für die Verantwortlichen und alle Unterstützer in dieser Saison, waren doch vor allem sie durch die äußeren Bedingungen stark beeinträchtigt. Acht der zehn Großveranstaltungen fanden bei schlechtem Wetter statt. Auch diese Herausforderung hat die Genossenschaft gemeistert. Das Engagement blieb hoch, die Stimmung gut und die Hoffnung,
dass es beim nächsten Mal anders sein werde, stets ungebrochen. Auch die immer wieder vollen, leckeren Büfetts zeugen von der Großzugigkeit und dem nicht nachlassenden Einsatz vieler Bürger für ihr Freibad.
„Wenn gar nichts mehr ging, mussten wir auch mal das Bad verlassen: Das „Open Air Kino“ fand im Saale statt und der Freiluftgottesdienst in der Kirche. Dennoch hat beides viel Freude gemacht und die Gemeinschaft gefördert. Klar, dass die erhofften Menschenströme aus dem Umland nicht eintrafen und wir im nächsten Jahr das Rad wieder neu drehen mussen. Ein Highlight der Saison war die erstmals veranstaltete School’s Out Party, die wir als Gastgeber für das Amt für Jugend
mitgestaltet haben. Die Kids-Party war vom plötzlichen Abbruch durch heftigstes Gewitter gezeichnet, hat aber in den zweieinhalb Stunden ihrer Dauer soviel Spaß und Freude gemacht, dass schon jetzt die Wiederholung auf der Liste ganz oben steht“, resumiert Dieter Bufe, Marketing-Vorstand und verantwortlich für die Veranstaltungsaktivitäten der Badesaison.
Insgesamt wurden durch ehrenamtliche Tätigkeit mehr als 4.600 Stunden an Leistungen erbracht, die Wasseraufsicht der DLRG nicht eingerechnet. Dies entspricht der Arbeitszeit von drei Vollzeitkräften uber das ganze Jahr. Kern dieses Engagements war das Kassenteam mit rund 35 Menschen, die in vier Schichten täglich insgesamt uber 1.760 Stunden an der Kasse gesessen haben. Alle drei Stunden ein anderes, freundliches Gesicht, von Tag zu Tag vertrauter und immer mehr in die Gemeinschaft integriert. Ein engagiertes Team ist so entstanden, das dafür gesorgt hat, dass die Kasse stimmte, dass der Informations- und Nachrichtenfluss im Bad und nach draußen funktionierte, dass es für die Frühschwimmer stets frisch gebrühten Kaffee und Kekse gab, und dass jede kleine
Wunde ihr Pflaster bekam. Die Kasse wurde die Kommunikationszentrale, bei schlechtem Wetter auch mal die Lese- oder Arbeitstube und manchmal einfach auch der Hort der Langeweile.
Langeweile hatte vor allem das Gartenteam nicht, denn Unkraut wächst bei feuchtem Wetter besonders gut. Was jedoch kaum jemanden bemerken konnte, denn die Beete, Hecken und Rasenflächen wurde so akkurat gepflegt, dass vor allem viele Erstbesucher aus dem Staunen ob der schönen Anlagen nicht herauskamen.
Das Fazit der ersten Badesaison unter Regie der Genossenschaft formuliert Rainer Lindenberg so: „Wir haben eine gute Saison gehabt, waren unseren Gästen, darunter auch zahlreichen Vereinen und Gruppen, die das Bad für ihre Aktivitäten genutzt haben, gute Gastgeber und haben unsere Aufgaben und Pflichten allesamt gut gemeistert. Das Mehr darüber hinaus war und ist es, was unseren Erfolg ausmacht. Das Engagement, die Leidenschaft und die Freude an der Gemeinschaft und dem Bad. „Das Bad von allen für alle“ ist unser Anliegen und wir freuen uns auf die nächste Saison. Es sind ja nicht mal mehr 200 Tage bis dahin.“
Wer es nicht so lange aushält, kann sich mit dem ersten Jahreskalender der Genossenschaft mit fantastischen Bildern aus dem Bad ein Stück Freibad ins Haus holen (erhältlich für 15 Euro in den Hänigser Apotheken). Und dann gibt es ja noch die Website www.dasfreibad.de, die nach Aussagen des Marketingvorstands auch außerhalb der Saison aktuelle Kommunikationsplattform für die Genossenschaft und die Freunde des Bades sein wird.