Sonne satt für die Uetzer Könige

Die Schützendamen tragen beim Festumzug weiße Sonnenschirme.
 
Schützenkönig Gerhard Brammer grüßt beim Festumzug gut gelaunt die Zuschauer am Straßenrand.

Schützen ziehen bei über 30 Grad und blauem Himmel durch die Innenstadt / Der Vorsitzende Donald Albrecht lobt den neuen Festwirt und das geänderte Konzept

UETZE (fh). Mit ihrem neuen Festwirt Peter Lindemann sind die Uetzer Schützen vollauf zufrieden. "Das Essen war phantastisch", schwärmt Bettina Kiesewetter vom Festausschuss. Kein Wunder also, dass die meisten Gäste beim bayrischen Büfett am Samstagabend und beim Brunchbüfett am Sonntagvormittag bis auf den letzten Krümel aufgegessen haben - und dafür beim Festumzug dann mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel belohnt wurden.
Viele Uetzer hatten sich bei dem sommerlichen Wetter entlang der Route positioniert, zum Teil auf mitgebrachten Camping-Stühlen. Sie grüßten die vorbeiziehenden Schützen und jubelten den diesjährigen Majestäten zu, die beim Kommers am Freitagabend proklamiert worden waren: Schützenkönig Gerhard Brammer, Damenkönigin Silke Knorr, Bürgerkönig Michael Kunze, Jungschützenkönig Robin Stebner, Vogelkönig Kim Grundstedt, Jugendkönigin Lisa-Marie Both Jugendkönig Lichtpunkt Dan Rigger und die Kinderkönige Finn Kaufmann und Bent Haak.
Als sich der Umzug gegen 14.30 Uhr in Bewegung setzte, spannten die Schützendamen ihre weißen Sonnenschirme auf und Schützenchef Donald Albrecht stellte es den einzelnen Abteilungen frei, Marscherleichterung zu erteilen. Er selbst und die übrigen Vorstandsmitglieder absolvierten den einstündigen Rundgang in der Nachmittagshitze bei über 30 Grad hingegen in Uniform und selbst nach der Rückkehr zum Festzelt zog er sie nicht sofort aus. Die meisten anderen Schützen und ihre Gäste freuten auf einen Sitzplatz im Schatten und ein kühles Bier.
"Die Hitze war nicht ohne, aber so langsam geht es wieder", kommentierte Bürgerkönig Michael Kunze nach einer kleinen Pause. Er hatte zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilgenommen und nur einmal drei Schuss abgegeben. Aber die haben gesessen. "Ich habe geschossen um zu gewinnen. Ich hatte einfach Lust darauf, Bürgerkönig zu werden", sagt er mit einem Lachen.
Auch die sechs Musikzüge, die den Festmarsch begleiteten, brauchen eine kleine Verschnaufpause bevor sie zum Abschluss im Zelt noch einmal aufspielen: der Feuerwehrmusikzug Burgdorf/Hänigsen, der Fanfarencorps Wikinger Burgdorf, der Spielmannszug Riedel, der Spielmannszug Abbensen, der Feuerwehrmusikzug Uetze und der Spielmannszug des Schützenvereins Uetze. Bettina Kiesewetter ist nicht nur von der Musik begeistert, sondern auch von der Dekoration und der Atmosphäre im Festzelt mit Stofftischdecken, Blumen und Fahnenschmuck. "Das hat unser neuer Festwirt wirklich schön hergerichtet. Es ist eine echte Qualitätsverbesserung", betont sie.
Dafür habe sich auch die viele Arbeit gelohnt, die sie in das neue Konzept investieren musste. Schützenchef Donald Albrecht hatte sie für ihr Engagement beim Kommers zur Königin des Festausschusses ernannt und ihr einen Blumenstrauß überreicht. "Sie hat wirklich eine Meisterleistung vollbracht. Es war einfach mal nötig, ihr Danke zu sagen", findet er.
Auch er ist mit dem neuen Konzept zufrieden, auch wenn sich das diesmal bei der Teilnehmerzahl noch kaum bemerkbar gemacht hat. Zu den beiden Festessen seien in etwa genau so viele Gäste gekommen wie auch im vergangenen Jahr. Aber schon das sei keine schlechte Bilanz. "Am Himmelfahrtswochenende ist es immer besonders schwierig, weil viele wegfahren", weiß er und fügt hinzu: "Ich hoffe, dass in den nächsten Jahren noch deutlich mehr kommen, wenn sich das vielfältige Essensangebot und die weiteren Neuerungen erst einmal herumgesprochen haben."