Seniorenwahl verschoben

Kandidatensuche ist in der Pandemie schwierig

Uetze (r/fh). Eigentlich hätten alle Uetzer Bürger ab 60 Jahren im Sommer turnusgemäß einen neuen Seniorenrat wählen sollen. Doch wegen der Corona-Epidemie soll die Wahl auf das nächste Jahr verschoben werden. „Die jetzigen Mitglieder haben sich bereit erklärt, bis zum neuen Termin weiterzumachen“, sagt Dagmar Lindemann von der Gemeindeverwaltung.
Unter den gegenwärtigen Bedingungen sei es nicht möglich, mit öffentlichen Veranstaltungen auf die Wahl aufmerksam zu machen und vor allem durch persönliche Ansprache auch neue Kandidaten zu gewinnen. Denn von den jetzigen neun Mitgliedern wollen sich nur Sonja Avemaria-Wrede und Norbert Günther erneut zur Wahl stellen. Die Vorsitzende Christa Guderian will aus Altersgründen indes ebenso aufhören wie Brigitte Reddersen, Dietmar Schlecht, Dieter Winkler, Manfred Ludewig, Karin Heim und Ernst Schütte. Für sie müssen dementsprechend sieben Nachfolger gefunden werden.
Der Seniorenbeirat wird jeweils für fünf Jahre gewählt und vertritt die Interessen der älteren Uetzer Bürger. Auf politischer Ebene erfüllt er diese Aufgabe unter anderem, indem er jeweils ein beratendes Mitglied in den Sozialausschuss sowie in den Verkehrsausschuss entsendet. Dabei sind die Barrierefreiheit und die Mobilität wichtige Themen.
So hat der Seniorenbeirat unter anderem erreicht, dass am Pflegewohnstift „An der Mühle“ in Hänigsen eine zusätzliche Bushaltestelle geschaffen wurde. Außerdem wurden auf sein Betreiben hin am Schachtacker in Uetze an allen Straßenecken die Bordsteine abgesenkt.
In Sachen Verkehrssicherheit setzt der Seniorenbeirat aber auch auf der individuellen Ebene an, beispielsweise mit Fahrtrainings für Auto und Pedelec durch die Polizeiinspektion Burgdorf. Ebenso bei der digitalen Teilhabe: Besonders beliebt war ein Projekt, bei dem Schüler der Aurelia-Wald-Gesamtschule Senioren beim Umgang mit dem Smartphone geholfen haben.