Seltenes Sandbienen-Vorkommen auf dem Katenser Friedhof

Dutzende von Löchern, die von seltenen und unter Naturschutz stehenden Sandbienenarten gegraben worden sind, können zurzeit auf dem Katenser Friedhof enteckt werden. (Foto: Gemeinde Uetze)

Nester der bedrohten Wildbienenart dürfen nicht zerstört werden

KATENSEN (r/jk). Ein interessantes Schauspiel kann man momentan auf dem Katenser Friedhof beobachten: Auf den Sandwegen befinden sich dicht an dicht Dutzende von Löchern, die von seltenen und unter Naturschutz stehenden verschiedenen Sandbienenarten (Rote Liste-Arten) gegraben worden sind, welche dort ihre Brut heranziehen. Diese Tierarten sind völlig harmlos und stechen im Vergleich zu den teilweise ähnlich aussehenden typischen Wespenarten auch nicht. Sie unterscheiden sich auch an ihrem völlig anderem Flugverhalten und besonders dadurch, dass sie keine Staaten bilden, sondern als Solitärinsekten einzeln leben.
Die Sandbiene ist in ganz Europa verbreitet und bildet an günstigen Standorten Kolonien mit einigen hundert Individuen. Die Friedhofsbesucher werden gebeten, auf diese geschützten Tierarten Rücksicht zu nehmen, die Erdlöcher nicht zu zertreten oder „glatt zu harken“.
Alle Wildbienenarten stehen aufgrund ihrer starken Bedrohung und ihrer hohen ökologischen Bedeutung als Bestäuber von Blütenpflanzen ganzjährig unter Schutz. Ihre Nester dürfen nicht zerstört werden. Eine Bekämpfung ist grundsätzlich verboten.