Schützen in Altmerdingsen sind gut in Form

Die Majestäten des Schützenvereins Altmerdingsen von 1976 e.V. beim Gruppenfoto kurz vor dem Festumzug am vergangenen Sonnabend: v.l. Kinderkönigin Thea Leonie Overmann, Damenbeste Petra Lorenz, Schützenkönig Maik Zamzow und Lichtpunktkönigin Johanna Ida Fricke. (Foto: st)
 
Start zum bunten Schützenumzug durch Krätze, Krausenburg und Altmerdingsen, obwohl Donnergrollen und Hageln, aber auch Sonne den Schützen zu schaffen machte! (Foto: st)

Maik Zamzow sicherte sich erstmals den Königstitel

ALTMERDINGSEN (st). Viele Schützenfeste finden im Mai eines jeden Jahres statt, so auch das Volksfest in Altmerdingsen. Aber dass es auch die Feste in den kleinen Orten so richtig in sich haben können, das wissen viele nicht. In Altmerdingsen wurde wieder an drei Tagen gefeiert und die Mitglieder des noch jungen Schützenvereins Altmerdingsen von 1976 feierten zusammen mit Bürgern, Freunden und Gästen ausgiebig und bis tief in die Nächte.
Mit der Flaggenhissung und Kranzniederlegung begannen die tollen Tage schon am vergangenen Freitag. Aber nach der Königsproklamation beim Kommers am frühen Abend ging es dann so richtig los, denn die Diskjockeys Cabaneros heizten das Zelt ein und sorgten für eine volle Tanzfläche. Zuvor hatte die 1.Vorsitzende Sandra Warmbold aber alle Hände voll zu tun, um die Dankesworte, die Pokalverleihung, die Verabschiedung der Könige 2014 und die Königsproklamation durchzuführen. Unter der Musikbegleitung der „Original Burgdorfer Blasmusikanten“ wurden eine Menge Schützen geehrt und die Könige des Jahres 2015 dann vom Ortsbürgermeister Reinhard Degotschin ausgerufen. In diesem Jahr konnte sich als Schützenkönig Maik Zamzow feiern lassen. Er gewann mit einem 50,4 Teilerschuss. Als Damenbeste wurde Petra Lorenz (69,5) geehrt und Kinderkönigin wurde Thea Leonie Overmann (106,7). Johanna Ida Fricke gewann mit 27 Ring das Schießen mit dem Lichtpunktgewehr für Schützen bis elf Jahre.
Beim Kommers war das Festzelt so richtig gefüllt. Über 300 Gäste sahen den Ehrentanz der Majestäten. Mit Bernd Ehlert und Lars Warmbold wurden zwei Mitglieder des SV Altmerdingsen vom Vizepräsidenten des Kreisschützenverbandes, Herbert Eggert, mit der Ehrennadel in Bronze für ihre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt. Auch die Burgdorfer Blasmusikanten bekamen für 30 Jahre Musik in dem 600 Einwohner-Dorf eine Anerkennung.
Als einige Schützen noch nicht so richtig ausgeschlafen hatten, ging es am Sonnabend im Programmablauf bereits wieder weiter. Um 11 Uhr wurde sich im Festzelt mit dem Königsfrühstück gestärkt und dann folgte der große Festumzug mit dem Anbringen der Scheiben bei den Majestäten und Musik durch den Spielmannszug Immensen. Hierzu waren auch viele Nichtschützen dabei, die Feuerwehr marschierte mit und auch der Stammtisch 1999 und die Step Aerobic Gruppe machte den Umzug bunter. In dem Ort an zwei vielbefahrenen Bundesstraßen ist es nicht einfach, einen sicheren Weg zu finden. Aber die Autofahrer hatten Geduld mit den marschierenden Schützen. So gab es bis auf das unbeständige Wetter mit Donnergrollen und einigen Hagelkörnern, aber auch viel Sonne, keine Zwischenfälle und der Umzug konnte planmäßig und zielgenau seinen Weg fortsetzen. Und der ist lang, denn über Krätze, Krausenburg führte der Weg nach Altmerdingsen und dann wieder zum Festzelt, immerhin über fünf Kilometer, die Schützen und Gäste zurücklegten.
Als die Beine schon langsam schwer wurden, konnten sich die Schützen beim anschließenden Beisammensein und der Kaffeetafel auf den Festball vorbereiten. Die Cabaneros brachten die Besucher wieder in Schwung und auch diese Nacht wurde nur kurz zum Schlafen genutzt.
Der Sonntag als dritter Tag des Schützenfestes ist in Altmerdingsen eher zum Ausruhen und zum Ausklang vorgesehen, denn nach dem Königsessen mit Pokalverleihung wird in interner Runde bei Kaffee und Kuchen ein wenig zusammengesessen und die eine oder andere Lüttje Lage getrunken, damit das gelunge Fest 2015 am Ende ruhig ausklingen kann.