Ökologie und Chemie wurden ganz praktisch zum Erlebnis

Chemische Gewässergütebestimmung an der Fuhse. (Foto: Gymnasium Uetze)

Exkursionen der Bio- und Chemiekurse des Gymnasiums Uetze

UETZE (r/jk). Welche Wasserqualität hat die Fuhse? Wie misst man den Nitratgehalt und was sagt er letztlich aus? Wie erstellt man ein Tagesprofil des Sauerstoffgehalts vom Irenensee? Welche Bedeutung haben Bioindikatoren? Für rund 40 Schülerinnen und Schüler der Biologie- und Chemiekurse des 11./12. Jahrgangs am Gymnasiums Uetze waren diese nur einige von vielen Fragen, die am Ende eines arbeitsreichen Semesters zum Abiturschwerpunkt „aquatische Ökosysteme“ und „Gewässeranalytik“ praktisch erarbeitet wurden. Mit den Exkursionen an die Fuhse und den Irenensee wurden die zuvor im Unterricht theoretisch erarbeiteten Grundlagen zur Ökologie und Chemie der Gewässer in die Praxis umgesetzt und somit erlebbar.
An zwei Wochenenden im Mai fanden sich die Exkursionsteilnehmer an den Untersuchungsorten ein, an denen sie alle notwendigen Materialien – von Bestimmungsliteratur über Kescher bis hin zu Mikroskopen und chemischen Analysekästen – bereits aufgebaut vorfanden. Diesen „Luxus“ hatten sie Ilona Schüddemage, einer der betreuenden Lehrerinnen zu verdanken, die die Exkursionen bereits im Vorfeld mit viel Einsatz und Weitblick organisiert hatte.
Die Schülergruppen arbeiteten mit großem Engagement. In diesem Zusammenhang stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach war, den so genannten „Saprobienindex“ (ein wesentliches Gütemerkmal) eines Flusses zu bestimmen, wenn aufgrund von kühler Witterung nur wenige Indikatororganismen zu finden sind. „Zu dieser Erkenntnis können Schülerinnen und Schüler nicht im Klassenraum kommen. Deshalb gehen wir raus – nur so können die Jugendlichen die Erfahrung machen, dass in der Natur alle Faktoren miteinander verknüpft sind und voneinander abhängen“, so eine der Lehrerinnen.
Es wurde gemessen, bestimmt, notiert, gezeichnet und ausgewertet, um abschließend die Ergebnisse zu präsentieren, zu deuten und deren Plausibilität zu diskutieren. Durch die fächerübergreifenden Aspekte und die gegenseitige Unterstützung der Kursteilnehmer wurde dem Ziel des vernetzten Unterrichts in besonderem Maße entsprochen.
Neben der intensiven Arbeit kam der Spaß allerdings auch nicht zu kurz. Es wurde viel gelacht und das gemeinsame Grillen und (Sonnen-)baden wird den meisten sicherlich in guter Erinnerung bleiben.