Obstmosten fällt aus

Mitglieder des Heimatvereins Dollbergen haben die Sitzbank zusammengebaut, gestrichen und nahe der Milchstation an der Kirche aufgestellt. (Foto: Heimatverein Dollbergen)

Spärliche Ernte wegen der Trockenheit: Heimatverein Dollbergen bekommt in diesem Jahr nicht genug Äpfel zusammen

DOLLBERGEN (fh). Der Heimatverein Dollbergen hat das für den 3. Oktober geplante Obstmosten abgesagt. "Leider reicht die Ernte dafür in diesem Jahr nicht aus", bedauert der Vorsitzende Henning Rase. Denn das Mostmobil, das der Verein dafür kommen lässt, rücke erst ab einer Mindestmenge von 2000 Kilogramm Äpfeln an. In den vergangen habe der Verein die Hälfte davon selbst beigesteuert - das entspricht etwa drei bis vier Autoanhängern. Diese Früchte stammten von den Bäumen, die der Ortsrat vor 25 Jahren an den Feldwegen in Dollbergen angepflanzt hat. Der Rest sei dann privat angeliefert worden.
Auch in diesem Jahr haben die Mitglieder wieder fleißig gesammelt und an den Bäumen geschüttelt. Doch ihre Ausbeute ist trotz aller Bemühungen mager ausgefallen. "Die Früchte sind in diesem Jahr entweder zu klein oder fehlen ganz", bedauert Rase. Grund dafür ist seiner Einschätzung nach die Trockenheit im nunmehr zweiten Jahr in Folge. 2018 habe es noch gerade so gereicht.
Seit etwa sechs bis acht Jahren lädt der Heimatverein jeweils im Herbst zum Mosten ein. "Seitdem mussten wir es bisher erst einmal absagen, als die Blüte einem Spätfrost zum Opfer gefallen war", erinnert sich der Vorsitzende des Heimatvereins. In diesem Jahr seien es nun deutlich weniger Äpfel als sonst und die vorhandenen Früchte seien teilweise nur walnussgroß.
Die Streuobstwiese mit etwa 20 Bäumen, die der Heimatverein vor sieben Jahren angelegt hat, bringt noch keine Erträge. "Mit einer ersten richtigen Ernte ist dort erst zu rechnen, wenn die Bäume 15 bis 20 Jahre alt sind", erläutert Rase. Es handele sich dabei um alte Sorten mit hohen Stämmen. Auch sie haben Rase zufolge unter der Trockenheit massiv gelitten.
Doch davon lassen sich die Ehrenamtlichen nicht entmutigen und engagieren sich weiter. Auf der zweiten Streuobstwiese eines privaten Sponsors an der Umgehungsstraße haben sie kürzlich die Bäume mit Namensschildern versehen. Dafür hat Giesela Schulze die von den Dollberger Dachdeckern gespendeten Schieferreste beschriftet und gemeinsam mit Hermann Schmidt anbrachte. Außerdem haben Mitglieder des Heimatvereins die zweite der drei vom Ortsrat angeschafften Sitzbänken zusammengebaut, gestrichen und am Platz der alten Telefonzelle bei der Kirche neben den Milchbänken aufgestellt.