Neue Leitungen in Dollbergen

Wasserverband Peine kündigt Bauarbeiten in der Herman-Löns-Straße und in der Wilhelm-Busch-Straße an

Dollbergen (r/fh). In zwei Straßen in der Ortschaft Dollbergen lässt der Wasserverband Peine die Trinkwasserleitungen erneuern: Die Arbeiten sollen kommende Woche in der Hermann-Löns-Straße beginnen, später folgt dann die Wilhelm-Busch-Straße. Insgesamt wird die Maßnahme rund vier Monate dauern; in diesem Zeitraum tauscht die Fachfirma PRT etwa 680 Meter Rohrleitungen aus. Der Wasserverband Peine rechnet mit Kosten von 400.000 Euro.
Die Trinkwasserversorgung sei in der Bauphase über das bestehende Netz gesichert, lediglich zum Umschluss an die neue Leitung müsse sie kurzzeitige unterbrochen werden. „Die betroffenen Anwohner werden vorab von der Baufirma über den Termin informiert, dann kann man sich gut darauf einstellen", heißt es in einer Pressemitteilung des Wasserverbands.
Auch sonst sollten die Einschränkungen für Anwohner und andere Bürger so gering wie möglich gehalten werden. Gearbeitet wird deshalb überwiegend im Bohrspülverfahren: Dabei werden nur einzelne Löcher gebohrt, zwischen denen die neue Leitung computergesteuert eingezogen wird. Ein großflächiger Straßenaufbruch könne so vermieden werden und der Verkehr könne in der Regel an der Baustelle vorbeigeführt werden. 
Wo dieses Verfahren nicht umsetzbar ist, etwa beim Anpassen der 51 Hausanschlüsse an den neuen Leitungsverlauf, werde in offener Bauweise vorgegangen. Der Anwohnerverkehr zu den Grundstücken wolle die Baufirma, wo immer möglich, trotzdem aufrechterhalten. Wenn das kurzzeitig nicht möglich sein solle, werde das mit den Betroffenen besprochen.
Der Wasserverband Peine bewertet das Alter, die Beschaffenheit und etwaige Schäden an den Trinkwasserleitungen und legt dementsprechend die Dringlichkeit für eine Erneuerung fest. Die Leitungen in der Hermann-Löns-Straße und in der Wilhelm-Busch-Straße stammen dem Unternehmen zufolge aus den sechziger Jahren. 
In ihnen hätten sich natürliche Partikel angelagert und im Laufe der Jahrzehnte Inkrustationen gebildet. Das würde zum einen den Durchfluss erschweren und könne zum anderen auch Trübungen verursachen. Die alten Leitungen werden nun durch neue Kunststoffleitungen mit einem Durchmesser von elf Zentimetern ersetzt. „Mit dieser Investition sichern wir die gute qualitative Versorgung wieder für Jahrzehnte. Davon werden kommende Generationen noch profitieren", schreibt der Wasserverband in seiner Pressemitteilung.