Modellprojekt wird teurer

Gemeinde und Region überarbeiten ihre Bewerbung zum Thema "Wassermanagement"

Uetze (fh). Wie lassen sich Trinkwasserversorgung und Feldberegnung auch in trockenen Sommern sicherstellen und Konflikte zwischen den Nutzergruppen vermeiden? Diesen Fragen wollen die Gemeinde Uetze und die Re­gion Hannover in einem Modellprojekt zum Wassermanagement nachgehen und haben dafür beim Bundesumweltministerium Fördermittel aus dem Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ beantragt.
Nachdem sie im Auswahlverfahren kürzlich die zweite Runde erreicht haben, zeichnet sich jetzt ab, dass das Projekt umfangreicher und für die Region teurer wird, als zunächst gedacht. Denn der Projektträger Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), der die Förderrichtlinie im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreut, hat nun eine erste Rückmeldung zur Projektskizze gegeben. Er schlägt vor, das Projekt auf drei Jahre statt bisher zwei Jahre anzulegen. Außerdem solle die Region mit einem Bundeszuschuss von lediglich 65 Prozent statt der anvisierten 80 Prozent kalkulieren. „Nach Rücksprache mit der ZUG scheint es sehr ratsam, diesen Anmerkungen für einen erfolgreichen Förderantrag nachzukommen“, teilt die Regionsverwaltung dazu mit.
Für die dreijährige Laufzeit rechnet die Region nun mit Gesamtkosten von 444.000 Euro. Ihr Eigenanteil steigt somit von 65.500 Euro auf 155.400 Euro an. Die ursprüngliche Summe hatte die Regionsversammlung bereits gebilligt. Nun ist ein erneuter Beschluss erforderlich. Am Dienstag, 30. Dezember, wird zunächst der Umweltausschuss der Region darüber beraten.
Der umfassende Förderantrag muss bis Jahresende eingereicht werden. Projektstart könnte dann frühestens zum 1. Juli 2022 sein. Ursprünglich war er schon für diesen Herbst geplant. Doch aufgrund der hohen Nachfrage im Förderprogramm kam es zu Verzögerungen bei der Skizzenbeurteilung.