Ländliche Entwicklung stärken

Die Landesbeauftragte Monika Scherf (Mitte) erhält die Bewerbungsunterlage vom Bürgermeister der Samtgemeinde Flotwedel Frank Böse (von links), der Bürgermeisterin der Samtgemeinde Wathlingen Claudia Sommer, dem Bürgermeister der Gemeinde Uetze Florian Gahre und Gudrun Viehweg von der Planungsgesellschaft Amtshof Eicklingen. (Foto: privat)

Leader-Region Aller-Fuhse-Aue hat die Bewerbung für die nächste Förderperiode abgegeben

Uetze (r/fh). Die Leader-Region Aller-Fuhse-Aue hat ihre Bewerbung für die nächste Förderperio­de von 2023 bis 2027 abgegeben. Die Gemeinde Uetze, die Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel und der Ortsteil Altencelle nehmen bereits seit 2015 gemeinsam am Leader-Programm der Europäischen Union (EU) teil. Ziel ist es, die ländliche Entwicklung zu stärken und konkrete Projekte vor Ort zu ermöglichen.
Wenn sie erneut eine Zusage erhält, könnte die Leader-Region Aller-Fuhse-Aue nach jetzigem Stand für die nächsten fünf Jahre mit insgesamt 1,4 Millionen Euro EU-Fördermitteln rechnen. Welche Projekte mit diesem Budget finanziert werden sollen, entscheiden die Akteure vor Ort dann selbst. Dafür werden sogenannte „Lokale Aktionsgruppen“ gebildet, an denen unter anderem Vertreter aus Politik, Verwaltung und Vereinen beteilig sind.
Ende April traf sich der Uetzer Bürgermeister Florian Gahre nun mit dem Bürgermeister der Samtgemeinde Flotwedel Frank Böse, der Bürgermeisterin der Samtgemeinde Wathlingen Claudia Sommer und Gudrun Viehweg von der Planungsgesellschaft Amtshof Eicklingen. Gemeinsam überreichten sie die Bewerbungsunterlagen persönlich an Monika Scherf vom Amt für regionale Raumentwicklung (ArL) Lüneburg. „Ich bin beeindruckt, wie konkret und detailliert die ersten Ideen bereits ausgearbeitet wurden. Das zeigt, wie gut die Leader-Region bereits zusammengewachsen ist und welchen Mehrwert diese Kooperation für alle beteiligten Kommunen und Akteure hat“, lobte sie.
Die Bewerbungsunterlagen enthalten unter anderem ein umfangreiches Regionales Entwicklungskonzept. Erstellt wurde es von der Planungsgesellschaft Amtshof Eicklingen, die auch bisher schon die Leader-Region begleitet und koordiniert hat. Das Team um Gudrun Viehweg hat dabei auch wieder die Bürger vielfältig beteiligt.
Schwerpunkte bilden demnach künftig Naherholung, Kultur und Tourismus, Klimaschutz, das Miteinander der Generationen, Identität sowie regionale Wertschöpfung. So könnte es beispielsweise Projekte zu neuen Wohnformen, Sport- und Gesundheitsförderung oder Modernisierung von bestehenden Naherholungseinrichtungen geben.
Im Amtsbezirk Lüneburg haben sich bis zum Stichtag Ende April 21 Leader-Regionen beworben. Einige bestehen schon seit vielen Jahren, andere schließen sich gerade neu zusammen oder erweitern ihr Gebiet. Nun wird das zuständige Amt für regionale Raumentwicklung alle Konzepte prüfen und schauen, wo eventuell noch nachgearbeitet werden muss. Über eine endgültige Aufnahme ins Programm entscheidet dann das Landwirtschaftsministerium. Der Startschuss ist für Anfang 2023 geplant. Damit es dann sofort losgehen kann, will die Leader-Region „Aller-Fuhse-Aue“ bereits in diesem Jahr einen ersten Projektwettbewerb starten.