Keine Zeit für Lobrede

Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg (rechts) übereichte dem Rettungsdienstbezirksleiter für Lehrte, Burgdorf und Uetze, Jörg Hagemeister ein kleines Geschenk und bedankte sich für die geleistete Arbeit im Jahr 2019. (Foto: Helmut Steinseifer)

Bürgermeister Werner Backeberg besucht zum Jahresabschluss DRK-Rettungswache: Wegen eines Einsatzes ist aber nur der Bezirksleiter anwesend

UETZE (hst). Es ist mittlerweile schon zur Tradition geworden: In der Adventszeit bekommen die Uetzer Polizeiwache und das DRK-Team der Rettungswache Uetze Besuch von Bürgermeister Werner Backeberg nebst der Ersten Stadträtin Ursula Tesch. Die Gäste haben kleine Präsente verteilt und sich bei den Mitarbeitern beider Einrichtungen für die geleistete Arbeit im Jahr 2019 bedankt.
Doch in diesem Jahr war der Zeitpunkt für das Rote Kreuz ungünstig: Denn am Donnerstagnachmittag, 12. Dezember, waren die ehrenamtlichen Retter im Einsatz und hatten deshalb keine Zeit, Lob und Dank des Bürgermeisters entgegenzunehmen. In der Uetzer Rettungswache nur Jörg Hagemeister anwesend, der seit März dieses Jahres Bezirksleiter des Rettungsdienstes für Lehrte, Burgdorf und Uetze ist.
Er erklärte den beiden Besuchern aus dem Uetzer Rathaus den Ablauf und die Arbeiten, die in der Rettungswache anstehen und zog Bilanz für 2019: In den zurückliegenden zwölf Monaten wurde der Notruf öfter gewählt als im Vorjahr. Es stehe im Raum, ob die Zahl der Einsätze einen ganztägig zweiten Wagen rechtfertige. Doch nicht nur das Fahrzeug, sondern auch die ehrenamtlichen Helfer seien stark ausgelastet. Deshalb wies Hagemeister auch auf den Mangel an Personal und die mittlerweile schwieriger gewordene Ausbildung hin.
Eine große Erleichterung bei Rettungseinsätzen sei hingegen die vom Seniorenrat Burgdorf und dem örtlichen DRK eingeführte Notfallkarte. Sie liefert den Ersthelfern bei Rettungsmaßnahmen genaue Daten über Vorerkrankungen und notwendige Medikamente.