Katenser Schützen feierten sich warm

Die Würdenträger aus Katensen präsentieren sich zum Gruppenfoto mit allen Königsscheiben nach der Proklamation. (Foto: Holger Staab)
 
Damenkönigin Simone Meyer und Schützenkönig Günther Hennigs freuen sich über ihre Ernennung zu Majestäten, die sie bei der Proklamation erhielten. (Foto: Holger Staab)

Günther Hennigs sicherte sich im Stechen den Titel „Schützenkönig 2010“

KATENSEN (hs). Es war eher Aprilwetter, als in Katensen am vergangenen Wochenende das traditionelle Schützenfest gefeiert wurde. Die Schützen ließen sich von der kühlen Witterung im Mai aber nicht beeindrucken und tanzten sich bei den Bällen und der erstmaligen Disco am Sonnabendabend so richtig warm. Als Majestäten konnten sich Schützenkönig Günther Hennigs und Bürgerkönig Marcus Huber in die Siegerlisten eintragen. Von Beginn an war die Stimmung im 750 Einwohner-Dorf hervorragend, Pressesprecherin Sieglinde Baranowski berichtete von einem gelungenen Fest.
Bereits am Freitag bei der Proklamation der Könige und Pokalgewinner war das Festzelt gut gefüllt. Die 1. Vorsitzende Ute Miehe konnte sich gegen die disziplinierten Mitglieder Gehör verschaffen, denn die Spannung war wie erwartet hoch. Die Katenser schießen ihren Schützenkönig erst am Proklamationstag im Stechen endgültig aus, damit nicht im Vorfeld die Spannung abfällt. Im Endkampf schaffte Hennigs eine Punktlandung, denn er sicherte sich mit einem 100,0 Teiler den Titel. Auch bei den anderen Wettbewerben wurden gute Schießergebnisse erzielt. Damenkönigin wurde Simone Meyer mit 110,1 Teiler, Jugendkönig Jan Hendrik Wrede mit 124,7 Teiler. Bei den Kindern sicherte sich Sascha Gräve mit 165,3 Teiler die Königswürde und Wichtelkönigin wurde Louisa Rohrmann.
Bei den Pokalwettbewerben konnte mit 3,7 Teiler von Torsten Slodowski auch der beste Schuss der diesjährigen Schießwettbewerbe abgefeuert werden. Dieser Blattschuss brachte ihm den Ortsrats-Pokal. Weitere Pokalgewinner sind Thomas Gröhnke (Schützenpokal), Claudia Koegel (Damen-Pokal), Tabea Rohrmann (Jugendpokal), Torsten Slodowski (Ehrenscheibe und Adler-Pokal), Jürgen Wrede (Otto-Miehe-Pokal), Stephanie Slodowski (Damen-Jubiläumspokal), Martina Naujok (Jugendleiterpokal), Simone Meyer (Lothar-Böttcher-Pokal), Kerstin Ohlmann (Lüttje-Lage-Pokal), Patrick Naujok (Peter-Miehe-Pokal), Annabelle Sieroux (Jugend-Norderney-Pokal) und Ulrich Plautz (Luftpistolen-Pokal).
Für den anschließenden Ball hatten die Katenser mit der Band „Wendy´s Five“ die richtigen Stimmungsmacher engagiert, die Könige sollten und wurden gebührend gefeiert. Leider litten die Schausteller auf dem Schützenplatz ein wenig unter den tiefen Temperaturen, dafür hatte Festwirt Ahrend alle Hände voll zu tun. Schon am Sonnabendmorgen trafen sich alle Schützen und die örtlichen Vereine auf dem Festplatz, um beim Festumzug, zusammen mit Bürgermeister Frank Prusseit und den Ortsratsmitgliedern, die Königsscheiben an den Häusern der Könige anzubringen. Bei trockenem Wetter und zu den Klängen des Fanfarenzugs Wikinger aus Burgdorf hatten alle Beteiligten ihren Spaß, wie sich das beim Höhepunkt des Dorflebens auch gehört.
Erstmalig war der Abend von einer Disco im Festzelt geprägt. „Wir wollen versuchen, jüngere Leute an das Vereinsleben heranzuführen, denn wie allen Schützenvereinen fehlt uns der Nachwuchs“, meinte Baranowski zum Versuch mit der Disco. Es war ein Erfolg, denn die Stimmung im Zelt war gut.
Ein weiterer Höhepunkt war dann am Sonntag der große Festumzug. Zur Musik des Fanfarenzugs Thönse und des Feuerwehrmusikzugs Burgdorf marschierten die Schützen und Gäste durch die Straßen von Katensen. Zuvor stärkten sich die Beteiligten beim Königsfrühstück von Schlachtermeister Jörn Wilhelm aus Sehnde. In diesem Rahmen wurden auch die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft verliehen. Otto Brandes senior erhielt dabei die Goldene Ehrennadel für 50-jährige Mitgliedschaft. Den Abschluss des wieder einmal gelungenen Schützenfestes des 290 Mitglieder starken Vereins bildete der große Festball am Abend. Wieder mit der Band „Wendy´s Five“, ehe die eingefleischten Schützen am Montag einen Tag Ruhe verdient hatten.