K+S setzt Transport aus

Tonlieferung zur Kalihalde in Wathlingen wird unterbrochen

Wathlingen/Hänigsen (r/fh). Das Unternehmen K+S setzt die Tonanlieferung zur Kalihalde in Wathlingen aus. Das solle eine weitere Eskalation der aufgeheizten Stimmung verhindern und eine sachliche Diskussion ermöglichen. „Wir möchten mit der vorläufigen Einstellung der Transporte und unserem Verzicht auf deren Fortsetzung zum jetzigen Zeitpunkt ein Zeichen des guten Willens geben“, erklärt Geschäftsführer Ralf Boppert.
Die Transporte haben im Juni begonnen. Seitdem rollen täglich etwa 20 Lastwagen nach Wathlingen. Insgesamt benötigt K+S nach eigenem Bekunden 19.000 Tonnen Ton, um die Halde abzudichten. Etwa die Hälfte sei bereits angeliefert worden. Mit dem Ton will das Unternehmen die Halde abdichten, bevor sie später mit Bauschutt abgedeckt werden soll. Dieses Vorhaben stößt in Wathlingen und den umliegenden Ortschaften auf erheblichen Widerstand. Zum einen befürchten viele Bürger eine massive Beeinträchtigung durch den Lastwagenverkehr über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahren, zum anderen haben auch Umweltschützer bedenken.
Laut Unternehmenssprecher Ulrich Göbel will K+S die Tonanlieferung erst dann wieder aufnehmen, wenn eine Genehmigung für das Gesamtprojekt "Abdeckung der Kalihalde" vorliegt. Die Entscheidung darüber obliegt dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Bereits im Januar 2019 hatte sich die Behörde in sogenannten Erörterungsterminen die Einwände von Kommunen, Umweltverbänden und Bürgern angehört. K+S hatte damals die Hoffnung geäußert die Genehmigung bereits im Sommer 2019 zu erhalten.
Doch bisher steht die Entscheidung noch aus. Allerdings hat das Bergbauamt bereits den Bau einer Bauschutt-Recyclinganlage auf dem Gelände zugelassen, ebenso wie die Anlieferung des Tons. Kritiker sehen darin eine Vorentscheidung zugunsten des Projektes.