Junge Birken umgeknickt

In Verlängerung des Katenser Wegs ist eine junge Birke umgeknickt. (Foto: privat)

Laut Nabu-Experte wurde Schaden von Menschenhand angerichtet

Uetze (fh). Die kahle Baumkrone zeigt nach unten und der dünne Stamm ragt gen den Himmel – an dem landwirtschaftlichen Weg in Verlängerung des Katenser Wegs sind gleich drei junge Birken umgeknickt. Und das, obwohl sie an dicken Holzpfählen angebunden sind. „Das muss Anfang der Woche passiert sein“, sagt SPD-Ratsherr Ernstfried Langer, der dort regelmäßig auf den Hundespaziergängen vorbeikommt. Er habe das in den vergangenen zwei Jahren bereits mehrfach beobachtet. „Ich habe den Eindruck, dass die jungen Bäume mutwillig zerstört werden. Darauf deutet auch hin, dass manchmal sogar die Bänder zerschnitten waren, mit denen die Bäume an den Holzpfählen befestigt sind“, sagt er.
Gepflegt wird die Baumreihe von den Gemeindebetrieben Uetze. Dort liegen bislang keine Erkenntnisse zu mutwilliger Zerstörung vor. „Auszuschließen ist das nicht. Es hat dort in der Vergangenheit bereits Vandalismus gegeben“, sagt Gemeindesprecher Andreas Fitz. So sei beispielsweise eine kleine Schutzhütte angezündet worden. Im Bezug auf die Bäume habe die Gemeinde am Katenser Weg bisher aber keine besondere Häufung festgestellt. Sie könnten auch durch natürliche Ursachen beispielsweise bei Sturm umstürzen
Bernd Rose von der Nabu-Ortsrgruppe Burgdorf, Lehrte, Uetze schließt das in diesem Fall aber aus. „Junge Bäume sind sehr flexibel. Sie geraten durch starken Wind eventuell mal in Schieflage, knicken aber eigentlich nicht ab. Schon gar nicht im unteren Bereich des Stammes, wenn sie sogar angebunden sind“, sagt er und ergänzt: „Das ist eindeutig menschliche Gewalt!“ Für die Gemeinde beutet das auch einen finanziellen Schaden. „Insgesamt fallen für Nachpflanzungen etwa 150 Euro pro Baum an“, so Fitz.