Jugendschutz auf Volks- und Schützenfesten wird kontrolliert

Schützenvereine und Ordnungsbehörden arbeiten zusammen

UETZE (r/jk). Die ausrichtenden Vereine der Volks- und Schützenfeste in der Gemeinde Uetze werden gemeinsam und in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und der Polizei im Jahr 2010 verstärkt die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes umsetzen. Unter dem Motto „Sorry – Wir HaLTen uns dran“ wird es ein abgestimmtes Maßnahmenpaket geben. Das Motto stammt aus dem bundesweit von vielen Kommunen initiierten Präventionsprojekt „Hart am Limit (HaLT)“, welches auch in der Region Hannover umgesetzt wird. Dieses Projekt war Auslöser für die Zusammenarbeit.
Auf den Volks- und Schützenfesten in der Gemeinde Uetze wird mittels einheitlicher Plakatierung klargestellt, dass alle Veranstalter die gleichen Standards zur Gewährleistung des Jugendschutzes verwenden. Ferner werden auf der Mehrzahl der Feste nach entsprechender Ausweiskontrolle verschiedenfarbige Armbänder an die Jugendlichen ausgegeben. Anhand der Farbe kann das Thekenpersonal erkennen, welche alkoholischen Getränke an den Jugendlichen verabreicht werden dürfen und welche nicht. Wer kein solches Armband trägt und nicht offensichtlich volljährig ist bekommt an den Theken ohne Vorlage des Personalausweises keinen Alkohol. Für Jugendliche, welche sich uneinsichtig zeigen, werden kleine Informationskärtchen ausgegeben, auf welchen die wichtigsten Bestimmungen zum Alkoholkonsum wiedergegeben sind. Anhand der Armbänder ist auch erkennbar, wie lange sich Jugendliche ohne Begleitung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten auf dem Fest aufhalten dürfen. Ansprechpartner für Zweifelsfragen ist der gesetzliche Jugendschutz der Region Hannover.
Die Mehrzahl der Feste wird einen Sicherheitsdienst einsetzen. Besuchern ist das Mitbringen alkoholischer Getränke auf den Festplatz untersagt. Bei Zuwiderhandlungen wird der Besucher aufgefordert, die Getränke auszuschütten oder den Platz zu verlassen.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ergänzend zu den genannten Maßnahmen grundsätzlich mit Kontrollen durch die Region Hannover und die Polizei zu rechnen ist. Festgestellte Verstöße ziehen entsprechende Konsequenzen nach sich.