In Dollbergen waren die Schützen los

Die Majestäten des Schützenfestes in Dollbergen mit ihren Königsscheiben, Partnern und Schützenchef Jürgen Fellmann (rechts). (Foto: Holger Staab)
 
Zum Scheibenannageln am Sonnabend wurden die Scheibenkieker Kirsten Hökendorff, Elvira Pieper und Dirk Kiesewetter lustig angezogen und trugen die zweite Garnitur der Königsscheiben durch das Dorf – eine Ehrenverpflichtung. (Foto: Holger Staab)

Neuer Dollberger Festplatz wurde gut angenommen

DOLLBERGEN (hs). Die Diskussionen um den Festplatz beim diesjährigen Volks- und Schützenfest in Dollbergen hielten zu Beginn des traditionellen Festes am vergangenen Wochenende noch an, aber die Schützen ließen sich nicht davon abbringen, zünftig zu feiern und auch in diesem Jahr mit Herz und Spaß ihre Könige zu würdigen. Auch die Bürger aus Dollbergen und Umgebung nahmen das Fest zum Anlass, bei den Zeltdiscos mit DJ Galaxie lange Abende zu verleben.
Im Vorfeld wurde über die Verlegung vom alten Festplatz zum Weidegrundstück zwischen Bahnhofstraße und Greiser Weg viel gesprochen, während der drei Festtage erlebten alle Schützen und die Bürger aber ihr großes Fest für das ganze Dorf in toller Atmosphäre. Die Querelen des letztjährigen Festes waren nicht mehr spürbar und so konnte am Freitag der Start mit dem Abholen der alten Könige und der Kranzniederlegung am Ehrenmal wie geplant durchgeführt werden.
Zuvor gab es aber eine Neuerung und die wurde laut dem Vorsitzenden der Schützen, Jürge Fellmann, „sehr positiv angenommen“. Zum ersten Mal begann das Volksfest mit einem Kinderumzug und „mit 50 Kindern war die Beteiligung klasse“, wie Fellmann berichtete.
Bei der anschließenden Königsproklamation hatte der Schützenchef viel Lob für die Organisation übrig und erwähnte, dass der Schützenverein Deutsche Eiche Dollbergen e.V. mit den anderen Vereinen und den Bürgern im Dorf gut zusammenarbeitet und dies auch in Zukunft so bleiben soll.
Einige Ehrenscheiben wechselten an diesem Abend ihren Besitzer: Im Jahr 2011 konnte Detlef Hökendorff die Königsscheibe in Empfang nehmen. Elke Krischker sicherte sich den Titel Damenkönigin und Jungschützenkönigin wurde Jacqueline Munzel. Beste bei den Nichtschützen wurde Stefanie Rohde, sie gewann die Bürgerscheibe. Schützenkaiser, also bester Schütze unter allen bisherigen Königen wurde Oliver Peinz. Die Vereinsscheibe, die im Team ausgeschossen wird, sicherten sich die Fuhseschnecken. Die anschließende Disco wurde ein voller Erfolg, denn das Zelt war voll und „fröhliche Gäste feierten ausgelassen“, meinte Fellmann.
Wer die Nacht erst spät beendete, der musste am Sonnabend beim Königsfrühstück schon wieder Kondition beweisen, denn der nächste Punkt im Festprogramm wurde ebenfalls im Festzelt durchgeführt. Dabei wurden die Pokale für einzelnen Schießwettbewerbe an die Gewinner ausgegeben. Im Anschluss ging es beim Umzug durch das Dorf zu den Würdenträgern des Jahres 2011. Die Königsscheiben wurden zu ihren neuen Besitzern gebracht und auch gleich an Ort und Stelle aufgehängt.
Wer gedacht hätte, die Dollberger Schützen hätten kein Durchhaltevermögen, der sah sich beim Festball am Abend eines Besseren belehrt. Mit der Band „Venus“ wurde auch dieser Abend erst am nächsten Morgen beendet.
Am Sonntag durfte das Highlight eines Schützenfestes, der traditionelle Festumzug nicht fehlen. Mit befreundeten Vereinen, Musik des Blasorchesters Dollbergen und des Spielmannszuges Uetze marschierten viele der 125 Mitglieder des Schützenvereins Dollbergen durch den geschmückten Ort und auch der Auftritt der Spielmannszüge und Musikgruppen nach dem Umzug im Festzelt wurde stimmungsvoll.
Erst die harmonische Zeltdisco am Abend im gemütlichen Zelt mit Palmenbar und Cocktails von Festwirt Dieter Pöppel beendete das Schützenfest 2011 und alle Besucher waren sich einig, auch im nächsten Jahr hoffen sie auf die Fortsetzung des wichtigen Dorffestes an gleicher Stelle und im Einklang mit allen Bürgern.
„Wir werden uns nach dem Fest mit allen Beteiligten zusammensetzen, resümieren und dann für das nächste Jahr planen. Wir hoffen, das die Anwohner aufgrund der positiven Erfahrungen auch im nächsten Jahr ein Schützenfest dulden“, sagte Fellmann.