Hilfe für den Moorfrosch

In dem Biotop bei Uetze befindet sich ein ansehnliches Vorkommen an Moorfröschen. (Foto: Annika Frech/NLWKN)

Landesbetrieb pflegt ein neun Hektar großes Biotop bei Uetze

Uetze (r/fh). Um den Lebensraum der Moorfrösche in einem rund neun Hektar großen Biotop bei Uetze zu erhalten und weiter aufzuwerten, hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) seine Arbeiten dort fortgesetzt. Denn in dem sogenannten Übergangsmoor leben etwa 1000 dieser selten gewordenen Frösche, die nach Bundesartenschutzverordnung streng geschützt sind.
In den zurückliegenden Jahren haben bereits sogenannte Entkusselungsarbeiten stattgefunden: Das heißt, der Landesbetrieb hat die Gehölze entnommen, die sich vom Rand in den Kernbereich des Moores ausbreiten. Nun werden die verbleibenden Baum- und Strauchstümpfe abgefräst, um das erneute Austreiben zu verzögern.
So können sich Pflanzen durchsetzen, die für Moore charakteristisch sind, wie beispielsweise Seggen, Binsen und Röhricht sowie vor allem Torfmoose und Wollgräser. Das wiederum ermöglicht die Bildung weiterer Laichgewässer für die Moorfrösche. Ihr Bestand ist vor allem deshalb zurückgegangen, weil viele Moore trocken gelegt worden sind.
Das Biotop befindet sich vollständig im Eigentum des Landes und wird vom NLWKN naturschutzfachlich betreut. Übergangsmoore sind eine Zwischenstufe zwischen Hoch- und Niedermooren; die Vegetation setzt sich aus Vertretern beider Typen zusammen.