Grundschüler üben Achtsamkeit

Massage und Entspannung war einer der Themenbereiche der Projektwoche.

Projektwoche „Raus aus der Komfortzone“ an der Grundschule Katenser Weg

VON DANA NOLL

UETZE. Beim Ringen und Raufen nicht die Regeln zu verletzen, fällt manchmal nicht ganz leicht. Um einen respektvollen Umgang zu üben, wurde in der Grundschule Katenser Weg in Uetze eine Projektwoche zum Thema „Achtsamkeit“ durchgeführt.
280 Schülerinnen und Schüler in Uetze sowie 70 Mädchen und Jungen in der Außenstelle der Grundschule in Eltze, durchliefen innerhalb einer Woche, in jeweils zwei Modulen, verschiedene Themenbereiche. Aufgeteilt in zehn jahrgangsübergreifenden Gruppen, unterstützt von Lehrkräften und Begleitpersonen, mussten die Aufgaben, eine Mischung aus Bewegung und Entspannung, bewältigt werden. So standen Progressive Muskelentspannung, Phantasiereisen, Ernährung, Yoga und Massage auf dem Stundenplan.
„Die Kinder haben viel Spaß und es läuft sehr gut“, berichtet Schulleiterin Karin Schulz, „Die Themen sind anspruchsvoll, werden von den Kindern aber gut umgesetzt.“
Besonderen Spaß hatten die Grundschüler in der Turnhalle. Hier ging es ums Ringen und Raufen. Schulleiterin Karin Schulz (im Judo-Anzug) und Sportlehrer Florian Kania demonstrierten den Kindern, wie ein fairer und respektvoller Kampf aussieht. „Begrüßung, Zeichen geben, um den Schiedsrichter seine Bereitschaft zu signalisieren, Regeln einhalten und mit einer Verabschiedung den Kampf beenden“, erklärten die Lehrkräfte.
Karin Schulz, selbst ehemalige Hobby-Judokämpferin, erklärte die spezifischen Regeln in der japanischen Kampfsportart. „Es geht darum, mit dem Gegner fair umzugehen und ihm nicht weh zu tun. Wenn wir einen Kampf beenden möchten, sagen wir Stopp oder zeigen es mit einer Geste“, erklärt die Schulleiterin. „Und der Schiedsrichter ist der Chef, er hat das Sagen“, fügt Florian Kania hinzu.
Nach der Theorie kam die Praxis und die beiden Pädagogen zeigten den Schülern auf der Matte, wie die Übungen ausgeführt werden sollten. Die Kinder feuerten lautstark ihren Favoriten (oder ihre Favoritin) an. Danach durften sie selber auf die Matte. Aufgeteilt in Dreiergruppen wurde gedrückt und geschoben, mit dem Ziel, seinen Partner von der Matte zu bekommen - immer unter dem Kommando des Schiedsrichters.
„Respektvoll kämpfen, auf die Anweisungen des Schiedsrichter achten und seinen Partner nicht verletzen, darum geht es“, erklärt Karin Schulz, „Wir wollen präventiv arbeiten und die Kinder in die richtige Richtung erziehen.“