Geburtstagskuchen und Eimerspiele

Das Team von der Ortsfeuerwehr Altmerdingsen war als letztes an der Reihe und kippte die drei stilisierten Eimer mit Hilfe des Wasserstrahls um.
 
Luis und der Sohn Theo, der Sohn des Ortsbrandmeisters, richteten nach jedem Durchgang die drei stilisierten Eimer wieder auf.

Zu ihrem 75-jährigen Bestehen richtet die Freiwillige Feuerwehr Katensen die Wettkämpfe der Gemeinde Uetze und des alten Unterkreises aus / Schwüblingser räumen ab

KATENSEN (fh). Wie sehr die Katenser Feuerwehr im Dorf verwurzelt ist, zeigte bei der Feier zu ihrem 75-jährigen Geburtstag schon ein Blick auf das umfangreiche Kuchenbüfett. Etwa 25 Feuerwehrfrauen, Schützendamen und Dorfbewohner hatten dafür eine Spende zugesagt. Letztlich wurden sogar 40 abgegeben, sodass die Ehrenamtlichen abends noch das ein oder andere Stück mit nach Hause nehmen konnten.
Ein Käsekuchen von Marcus Huber stach dabei aber ganz besonders hervor: Er war nicht nur einer der wenigen, die ein Mann gebacken hatte, sondern er war auch passend zum Anlass mit Schriftzug und Logo verziert. "Ich habe mit dem Computer eine Schablone erstellt, sie ausgedruckt, mit einem Cuttermesser ausgeschnitten und dann mit Kakaopulver bestäubt", verrät er. Und wie ist er darauf gekommen? "Ich mache das auch immer für meine Kinder zum Geburtstag. Sie engagieren sich bei der Jugendfeuerwehr und haben sich das deshalb auch zum Geburtstag ihrer Feuerwehr gewünscht", so Huber.
Während er selbst hinterm Zapfhahn stand, hatte sein Sohn Luis eine andere wichtige Aufgabe. Mit einem langen Holzstab half er dabei, immer wieder drei stilisierte Eimer aufzurichten. Denn die Feuerwehr Katensen feierte nicht einfach nur Geburtstag - sie richtete auch die traditionellen Feuerwehrwettkämpfe, sogenannte Eimerspiele, der Gemeinde Uetze und des alten Unterkreises Lehrte Ost aus. "Es ist lange her, dass diese beiden Wettbewerbe gemeinsam ausgetragen wurden. Aber die Katenser haben sich das zum 75-jährigen Bestehen gewünscht und wir haben ihnen diesen Wunsch gern erfüllt", sagt Rainer Fricke, Ortsbrandmeister von Immensen und alter Verantwortlicher des alten Unterkreises.
Insgesamt haben sich 21 Gruppen an den Wettkämpfen beteiligt. Sie konkurrierten darum, so schnell wir möglich einen Löschangriff aufzubauen. Zunächst musste dafür eine Saugleitung gelegt werden, um das Wasser aus einem offenen Tank zu entnehmen. Danach mussten dann drei stilisierte Eimer, die an Holzstäben angebracht waren, mithilfe des Wassers umgespritzt werden. Sobald der letzte Eimer umgekippt war, wurde die Zeit gestoppt. Wenn die Gruppen dabei Fehler machten, wurden als Strafe einige Sekunden dazugerechnet.
Das Wasser kam dabei zum Glück nur aus den Schläuchen; von oben blieb es trocken. "Vormittags hat es noch geregnet, aber es hat aufgehört, als wir mit den Wettkämpfen begonnen haben", freute sich Ortsbrandmeister André Judel. Und zur Siegerehrung am späten Nachmittag kam dann sogar noch die Sonne raus.
"Es waren sehr disziplinierte Wettkämpfe mit Zeiten, die hätten besser sein können", sagte Fricke bei der Bekanntgabe der Gewinner und fügte hinzu: "Die Fehlerquote war noch nie so hoch wie heute." So habe eine Gruppe sogar versucht, Wasser durch einen zugeknoteten Schlauch zu spritzen.
Am Ende räumten vor allem die Teilnehmer aus Schwüblingsen ab, die gleich mit drei Gruppen angetreten waren. Das Team Schwüblingsen 3 siegte nicht nur beim Wettbewerb des alten Unterkreises in der Wertungskategorie "Alterskameraden", sondern auch bei den Gemeindewettkämpfen in der Gesamtwertung, wo sie auch mit den Gruppen der Aktiven konkurrierten.
Beim Gemeindewettkampf erreichte die Mannschaft Schwüblingsen 2 außerdem den dritten Platz. Dazwischen konnten sich nur die Dollberger setzen, die den zweiten Platz errangen. Für die drei Podestplätze gab es 15, zehn beziehungsweise drei Kilogramm Grillkohle und Gutscheine für die Fleischerei Hoppe. Für die Gastgeber selbst lief es weniger gut: Sie sicherten erhielten am Ende die Rote Laterne für den letzten Platz.
Im Wettbewerb des Alten Unterkreises setzte sich bei den Aktiven Sievershausen vor Immensen 2 und Arpke durch. Bei den Alterskameraden folgten hinter Schwüblingsen auf Platz 2 Oelerse und auf Platz 3 Röhrse. Nach der Siegerehrung ließ die Feuerwehr Katensen ihren Geburtstag mit einer Scheunenparty ausklingen, bei der DJ Mirko aus Schwüblingsen auflegte.