Ganz Hänigsen war wieder in prächtiger Partylaune

Die Hänigser Majestäten (v.l.n.r.): Jungschützenkönig Jan Sander, Damenbeste Christiane Ellersiek, Bürgerschützenkönig Harald Haase, Volkskönig Kurt Beckmann, Bogenkönigin Katharina Kußerow und Kinderkönig Malte Meyer. (Foto: Holger Staab)
 
Die Hänigser Landjugend nahm mit einem Erntewagen am Festumzug teil. (Foto: Holger Staab)

Das gesamte Dorf feierte die neuen Schützenmajestäten

HÄNIGSEN (st). Wenn es in der Umgebung von Burgdorf ein Schützenfest mit Partystimmung bis in die frühen Morgenstunden gibt, dann sind Schützenfestfans in Hänigsen an der richtigen Adresse.
Am vergangenen Wochenende bewiesen das wieder einmal die Schützen, Bürger, Gäste und viele Freunde in dem umtriebigen Dorf eindrucksvoll. Besonders beim Tanz mit dem Xanadu Musik-Express am Samstag nach dem Festkommers war die Stimmung klasse und „das Festzelt proppevoll“, wie Schützenchef Achim Schacht sich ausdrückte.
Bei der sogenannten fünften Jahreszeit in Hänigsen ist traditionell das ganze Dorf auf den Beinen und dies drei Tage lang. Bereits am vergangenen Samstag war der offizielle Beginn mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Beim anschließenden Kommers sorgte der 1. Vorsitzende Achim Schacht für erwartungsvolle Stimmung, denn neben den Ansprachen, Grußworten und der Verleihung zahlreicher Pokale wurden die neuen Könige des Jahres 2013 proklamiert. Eine in Hänigsen immer wieder spannende Angelegenheit, denn die im Vorfeld der Veranstaltung ausgeschossenen Majestäten sind nur einem kleinen Kreis bekannt.
Zuvor sorgte aber erst einmal Gemeindebürgermeister Werner Backeberg mit einer launigen Rede für gute Unterhaltung. Er brachte den 400 Schützen und Gästen einen kleinen Beutel Split mit und überreichte ihn würdevoll. Das war die Retourkutsche dafür, dass die Schützen ihm vor zwei Jahren einen Eimer Splitt schenkten, damit in Hänigsen endlich die notwendigen Straßenbaumaßnahmen durchgeführt wurden. „Dies ist der Rest vom Straßenausbau“, schmunzelte Backeberg.
Die alten Könige aus dem Jahre 2012 wurden gebührend verabschiedet und die Geheimnisse der neuen Wettbewerbe gelüftet. Neuer Bürgerschützenkönig 2013 wurde Harald Haase, der sich über seinen Titel riesig freute. Als Damenbeste konnte sich Christiane Ellersiek in die Siegerliste eintragen.
Der mit dem Lichtpunktgewehr ausgeschossene Kinderkönig heißt in diesem Jahr Malte Meyer. Volkskönig wurde Kurt Beckmann und auch Bogenkönigin Katharina Kußerow wurde mit einem dreifachen „Gut Schuss“ in der Ehrengalerie empfangen. Als Jungschützenkönig konnte sich zudem Jan Sander auszeichnen. Alle Majestäten erhielten Preise, ihre Königsscheiben und die Königskette.
Die Proklamation war gleichzeitig der Startschuss für eine lange Nacht, denn der schon aus den letzten Jahren bekannte Xanadu-Express sorgte für ausgelassene Stimmung im gut besuchten Festzelt und so mussten die Könige bis zum ersten öffentlichen Auftritt nicht lange warten. Beim Ehrentanz konnten sie vor Hunderten von Gästen ihre Bestform beim Tanzen unter Beweis stellen.
Der nächste Auftritt folgte schon am Sonntag und dann sollte ganz Hänigsen erfahren, wer die diesjährigen Titelträger sind. Nach dem traditionellen Zeltgottesdienst am Morgen wurde es beim Königsessen eng. „Heute haben sie uns umgerannt“, drückte Achim Schacht aus, was viele dachten. Knapp 300 hungrige Bürger erschienen im Festzelt und das brachte die Planungen etwas durcheinander, denn nur 220 waren erwartet. Mit schneller Improvisation und Geschick bekamen aber dennoch alle etwas zu essen.
Im Anschluss war der große Festumzug in Hänigsen wirklich etwas Besonderes. Nicht nur der mit vielen Fahnen, Girlanden und allerlei „Grün“ geschmückte Ort konnte sich sehen lassen, sondern auch die Zusammensetzung des Umzuges war schon außergewöhnlich.
Die Majestäten nehmen in Pferdekutschen mit ihrer Begleitung am Umzug teil und neben vielen Gastvereinen aus der Umgebung sorgten viele Musikgruppen für die musikalische Unterhaltung. Aber auch viele andere Vereine waren im Umzug integriert und hatten sich mit eigenen Wagen Originelles einfallen lassen, um die Bürger an den Straßen zu beeindrucken.
Im Reiterdorf durften natürlich auch Pferde nicht fehlen und so trabten Herolde und weitere Rösser dem Umzug voran. Insgesamt war es ein bunter Wurm, der sich durch das Dorf schlängelte.
Am Abend sorgte dann Timo Nerbas wieder für Stimmung und ausgelassene Schützen, die aber am Montag schon früh wieder auf den Beinen sein mussten. Bereits um 9.30 Uhr wurden die Königsscheiben den Majestäten überbracht. Erst nach dem Kindernachmittag und dem traditionellen Tanz ging das Volksfest 2013 am späten Abend, respektive am frühen Dienstagmorgen zu Ende.