Frauen blicken auf 100 Jahre Kampf für ihre Rechte zurück

Veranstaltungen zum internationalen Weltfrauentag

UETZE (r/jk). Es war Clara Zetkin, die sich vor 100 Jahren dafür einsetzte, dass der Internationale Frauentag auch in Deutschland alljährlich begangen wird. Damals forderten die Frauen bessere Arbeitsschutzgesetze, einen besseren Schutz für Mütter und Kinder, Lohngleichheit und Frieden. In 100 Jahren wurde viel erreicht. Doch noch immer sind Frauen in vielen Lebensbereichen schlechter gestellt. „Der Blick zurück ist wichtig, der Blick nach vorn allerdings ebenso“, stellt die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Uetze, Gitta Bührich, fest. So lädt sie am Mittwoch, 16. März, ab 17.00 Uhr zu einem Frauenempfang in das Uetzer Rathaus ein.
Es wird um die Zukunft gehen, genauer gesagt, um das Thema demographischer Wandel. Ellen Ehring, Demographieberaterin und Kooperationspartnerin der Bertelmannstiftung, wird ein Referat halten mit dem Titel „Chancen und Herausforderungen des demographischen Wandels .... und was hat das mit uns Frauen zu tun?“. Der Vortrag berücksichtigt insbesondere die Auswirkungen des demographischen Wandels auf das Leben von Frauen und zeigt Chancen auf, wie die Lebensqualität vor Ort erhalten und möglicherweise noch verbessert werden kann.
Am Donnerstag, 24. März, findet ab 11.00 Uhr die Aktion „Rote Tasche“ aus Anlass des Equal-Pay-Day statt. Die Gleichstellungsbeauftragte, Frauen vom Sozialverband, die Uetzer Landfrauen und andere, politisch aktive Frauen wollen auf dem Hindenburgplatz mit Marktbesucherinnen und Marktbesuchern über den Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern diskutieren, der in Deutschland 23 Prozent beträgt. Auch sollen Unterschriften gesammelt werden, die nachfolgend über das nationale Aktionsbündnis an die bundespolitisch verantwortlichen Personen weitergeleitet werden. Wer die Aktion unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Erkennungszeichen wird natürlich die „Rote Tasche“ als Symbol für das geringere Einkommen von Frauen sein.
Passend zum Thema „Entgeltdiskriminierung“ gibt es einen Filmtipp: Ab Donnerstag, 10. März, wird in der Neuen Schauburg in Burgdorf der Film „We want sex“ gezeigt. Der Film erzählt die Geschichte des ersten Arbeiterinnenstreiks in Großbritannien und stellt dar, wie die Frauen im England der 60er Jahre für ihre Rechte, gleiche Bezahlung und politische und betriebliche Mitbestimmung gekämpft haben.
Als letzte Veranstaltung ist am 26. März eine Fahrt in das KZ Bergen-Belsen geplant, zu der die Frauen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen einladen. Im Rahmen einer Führung soll insbesondere über die Formen des gegen Frauen gerichteten Terrors und frauenspezifische Überlebensstrategien im KZ informiert werden. Die Führung dauert drei Stunden und beginnt um 13.00 Uhr. Es sind Fahrgemeinschaften geplant. Interessierte Frauen können sich bis zum 24. März anmelden und informieren bei Tove Knebusch (Tel. 05177/1824), Bärbel Bolten (Tel. 05173/1671) oder per Email: AsF@SPD-Uetze.de.