Faulbrut in Bienenstöcken

UETZE (r/fh). In vier Bienenstöcken in Uetze haben Mitarbeiter der Region Hannover den Erreger der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen. Diese Tierseuche ist für Menschen ungefährlich, hat aber verheerende Folgen für die Bienen. Sie befällt ihre Brut und tötet diese größtenteils. "Damit kann ein ganzes Volk zusammenbrechen“, erklärt Petra Spieler, Leiterin des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover. Sie und ihre Kollegen warten noch auf die endgültigen Laborergebnisse, ob die Erreger, die in den Waben gefunden wurden, die Brut bereits befallen haben.
Um die betroffenen Bienenstände herum hat die Region Hannover Untersuchungsgebiete mit einem Radius von jeweils etwa drei Kilometern festgelegt. Ein Gebiet befindet sich im und um das Waldgebiet „Schiffbruch“ zwischen Hänigsen und Uetze, ein weiteres rund um Dollbergen. Betroffen sind die Ortschaften Schwüblingsen, Katensen, Immenberg, Dedenhausen und Wackerwinkel sowie mehrere Ortschaften im Landkreis Peine.
In diesem Gebiet überprüft das Team Veterinärwesen der Region in den nächsten zwei Wochen Bienenvölker und Bienenstände der bisher 21 gemeldeten Imker und Imkerinnen auf Amerikanische Faulbrut und entnimmt dafür Proben. Die Region fordert Imker aus den betroffenen Bereichen auf, unverzüglich alle Standorte ihrer Bienen beim Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover unter der Telefonnummer (0511) 61622095 zu melden, sofern sie das noch nicht getan haben.
Für Menschen besteht keine Gefahr: Selbst wenn sie mit Erregern belasteten Honig essen würden, sei das völlig ungefährlich, betont Petra Spieler. Bienen könnten sich hingegen auch durch belasteten Honig infizieren. Die Region bittet die Bürger deshalb, Honiggläser nicht offen stehen zu lassen und nur gut gespült zu entsorgen sowie keine Bienen mit – möglicherweise sporenhaltigem – Honig zu füttern.