Einsatztaktiken den Klimaverhältnissen anpassen

Nach der Ernennung durch Gemeindebrandmeister Tobias Jacob (li.), legte Ortsbrandmeister Klaus Stutzke (re.) seinem Stellvertreter Heiner Habermann (Mi.) die neuen Schulterstücke an, bevor er selbst zum Oberbrandmeister befördert wurde. Foto: Georg Bosse
 
Hänigsens Ortsbürgermeister Norbert Vanin, Uetzes Gemeindebrandmeister Tobias Jacob und Bürgermeister Werner Backeberg (v. li.) waren einmal mehr die üblichen Grußredner auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hänigsen im LindenCasino. Foto: Georg Bosse

Freiwillige Feuerwehr Hänigsen leistete 2018 insgesamt 14.322 Dienststunden

HÄNIGSEN (gb). Als Grußredner auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hänigsen im LindenCasino befand Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg, dass alle Ortswehren im guten Zustand seien. Den Leistungen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute beim Brandschutz und bei den vielfältigen Hilfeeinsätzen zollte er dabei große Anerkennung. 
Diese Anerkennung hatten sich die Hänigser Kameraden/innen auch redlich verdient. Denn nach dem Bericht von Ortsbrandmeister Klaus Stutzke wurde die Ortswehr im vergangenen Jahr zu 26 Technischen Hilfeleistungen und 20 Brandeinsätzen, darunter ausgelöste Brandmeldeanlagen, gerufen. Ein Wasserschaden im eigenen Feuerwehrhaus an der Rotarystraße konnte mit reichlich Muskelkraft und etlichen Wasserschiebern behoben werden. "So wurden auch die Umkleideräume mal richtig gut durchgewischt", schmunzelte Stutzke. Im Mai 2018 wurde die Atemschutzfachgruppe nach Eltze alarmiert, wobei im Laufe des unterstützenden Einsatzes die normale Schutzbekleidung an ihre Grenzen kam. "Die Hitzeentwicklung war so groß, dass zwei Kameraden mit Hautrötungen und leichten Verbrennungen an Brust und Händen behandelt werden mussten", sagte der Ortsbrandmeister. Unter dem Strich hatte Klaus Stutzke für die 78 Aktiven und die Mitglieder des Feuermusikzugs Burgdorf/Hänigsen alles in allem 14.332 ehrenamtliche Dienst- und Einsatzstunden notiert.
Mit Blick auf diese Bilanz unterstrich Werner Backeberg, dass die Gemeinde Uetze für die entsprechende Ausrüstung sorgen sowie die passenden Rahmenbedingungen schaffen müsse. "Ferner müssen sich die Einsatztaktiken den Veränderungen bei der technischen Ausstattung sowie dem Klimawandel anpassen. "Starkregen, Stürme und Hitzeperioden im Gemeindegebiet haben uns rund 200.000 Euro gekostet", so der Bürgermeister. Aber er betonte auch, für Sicherheit, Vorsorge und Katastrophenschutz weiterhin die nötigen Mittel zur Verfügung stellen zu wollen: "Und ich hoffe, dass in diesem Jahr auch noch die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus in Uetze erfolgen kann." Hänigsens Ortsbürgermeister Norbert Vanin bedankte bei "seinen" Feuerwehrleuten für die prima Zusammenarbeit und Unterstützung bei den örtlichen Veranstaltungen Pappaul- und Schützenfest sowie beim Laternenumzug.
Unter dem Tagesordnungspunkt "Wahlen" nahm die Versammlung die vom Ortskommando vorgeschlagenen Funktioner Daniel Barduni (Sicherheitsbeauftragter) und Jan Marz (Atemschutzbeauftragter) jeweils einstimmig an.
Anschließend ließ Klaus Stutzke die zu ernennenden Feuerwehrmänner Christian Costin und Fabrice Weiß den Feuerwehreid nachsprechen, bevor Janek Bergmann und Jan Sander (zu Oberfeuerwehrmännern) sowie Kristina Jacob (Hauptfeuerwehrfrau), Kai Neumüller und Hendrik Meyer (Hauptfeuerwehrmänner) befördert wurden. Dann ernannte Uetzes Gemeindebrandmeister Tobias Jacob (Hänigsen) Florian Weiss und Daniel Barduni zu Löschmeistern sowie Henning Meyer und Thomas Fistler zu Oberlöschmeistern. Vize-Ortsbrandmeister Heiner Habermann erhielt von Jacob seine Beförderung zum Brandmeister und die Ortsbrandmeister von Altmerdingsen und Obershagen, Uwe Fricke bzw. Dirk Söhring, konnten zudem beobachten, wie der Gemeindebrandmeister ihren Hänigser Amtskameraden zum Oberbrandmeister ernannte. Für alle neuen Dienstgrade gab es einen Tusch vom Feuerwehrmusikzug Burgdorf/Hänigsen unter der Leitung von Alexander Dunkel sowie ein dreifaches "Gut Wehr" von der Versammlung.
Hänigsens langjähriger und verdienter Ex-Ortsbrandmeister Udo Möller hat "Rücken" und wurde auf eigenen Wunsch von seinem Nachfolger Klaus Stutzke vorzeitig in die Altersabteilung verabschiedet.