Ein Urteil auf Leben und Tod

Das Laienspielensemble BretterWelt führt in diesem Jahr "Die zwölf Geschworenen" auf. (Foto: Bretterwelt)

Die Theatergruppe BretterWelt führt das Gerichtsdrama "Die zwölf Geschworenen” auf / Premiere am 16. November in der Agora

UETZE (r/fh). Nach zwei Komödien hat sich die Uetzer Laienspielgruppe BretterWelt diesmal wieder einen ernsten Stoff vorgenommen. Sie führt das Gerichtsdrama "Die zwölf Geschworenen” auf, das beides in einem ist: ein spannender Kriminalfall und ein gesellschaftskritisches Lehrstück. Anhand eines Mordprozesses verhandeln die Protagonisten darin grundlegende Fragen über Demokratie und Rechtsstaat.
Die Premiere findet am Samstag, 16. November, statt. Weitere Aufführungen folgen am Freitag, 22. November, und am Samstag, 23. November. Sie beginnen jeweils um 19.30 Uhr in der Agora des Schulzentrums, Marktstraße 6. Karten gibt es im Vorverkauf für 12 Euro bei Schüler Asnet in Uetze und in Hänigsen (ermäßigt 6 Euro). Außerdem ist ein Gastspiel in Brome am 30. November, ab 19.30 Uhr im Remmlerhof, Bahnhofstraße 4b, geplant.
Die Originalfassung von "Die Zwölf Geschworenen" ist ein Fernsehspiel aus der Feder des US-amerikanische Drehbuch- und Bühnenautors Reginald Rose (1920 -2002). Weltberühmt wurde dann die Verfilmung von 1957 mit Henry Fonda in der Hauptrolle. Fast zeitgleich wurde das Stück auch fürs Theater adaptiert und bis heute hundertfach aufgeführt.
Zur Handlung des Stücks: Ein 19-jähriger Puertoricaner steht vor Gericht, weil er seinen Vater erstochen haben soll. Ihm droht im Falle des Schuldspruchs die Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl. Sein Schicksal hängt letztlich von der Entscheidung der Geschworenen ab - zwölf Menschen, die wahllos aus dem New Yorker Adressbuch ausgesucht wurden. Nach der Gerichtsverhandlung müssen sie sich in einen geschlossenen Raum zurückziehen und dort zu einem einstimmigen Urteil kommen, egal wie lange das dauert. So sieht es das amerikanische Rechtssystem vor. Da es in der ersten Abstimmung jedoch einen Abweichler gibt, entspinnt sich bald eine hitzige Debatte, in der immer deutlicher wird, dass die Zusammenhänge nicht so einfach sind, wie die meisten am Anfang glaubten.
Das Stück ist im Original ausschließlich mit Männern besetzt und wird der heutigen Situation der Geschlechter nicht mehr gerecht. In der Inszenierung der BretterWelt stehen hingegen nun auch sechs Frauen auf der Bühne. Birgita Habermann übernimmt beispielsweise die Rolle, die Henry Fonda im Film spielt. Thomas Stolze wird neben der Regie nach längerer Zeit wieder einen wichtigen Part auf der Bühne übernehmen. Außerdem spielen Antonia Molle, Birgit Rode, Elena Korn, Fabian Gelin, Felix Finger, Justin van Wanrooij, Klaus-Peter Großmann, Lara Sophy Gieschen, Leon Fauth, Josefine Kaltmaier und Jürgen Schmidt.