Ein Kreisel für St. Barbara

Ortsbürgermeister Norberg Vanin hat am Samstag das neue Straßenschild enthüllt. (Foto: St.-Nikolaus-Gemeinde)

Ein Straßenschild erinnert jetzt an die frühere katholische Kirche in Hänigsen und zugleich an die Schutzpatronin der Bergleute

HÄNIGSEN (r/fh). Die St.-Barbara-Kirche in Hänigsen wurde 2013 abgerissen - doch sie wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Dafür hat auch der Hänigser Ortsrat georgt, der einstimmig beschloss, dem Kreisverkehr an der Mühle offiziell den Namen „St. Barbara Kreisel“ zu geben. Am vergangenen Samstag hat Ortsbürgermeister Norbert Vanin nun das entsprechende Straßenschild enthüllt.
Es hat nicht das sonst typische schmale Format - denn unterhalb de Namens folgen noch mehrere Zeilen zur Erläuterung: Daraus geht hervor, dass der Kreisel an die katholische Kirche in Hänigsen erinnern soll, die von 1960 bis 2013 dort stand, aber auch an den Bergbau, der für den Ort und die Umgebung fast 100 Jahre lang eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung hatte. Denn die heilige Barbara ist auch die Schutzpatronin der Bergleute, weshalb der Bergmannsverein Riedel bis heute ihr zu Ehren jeweils Anfang Dezember zur Barabarafeier einlädt.
Deshalb waren zur Enthüllung des Schildes nicht nur Vertreter des Ortsrates und der katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde gekommen, sondern auch Mitglieder des Bergmannsvereins in ihren Uniformen, die die Namensgebung ebenfalls begrüßen.
Dass nun ausgerechnet der Kreisel nach St. Barbara benannt wurde und nicht irgendeine andere Straße, hat einen besonderen Grund: Denn bereits im Juni 2014 hatten die Hänigser zur Erinnerung eine Glocke aus der Kirche an einem Gestell in der Mitte des Kreisverkehrs aufgehängt.
Um sich bei dem Ortsrat für die Zusammenarbeit zu bedanken, überreichte Pfarrer Martin Karras von der St.-Nikolaus-Gemeinde einen symbolischen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an den Ortsbürgermeister Norbert Vanin. Das Geld soll der örtlichen Bücherei zugute kommen.