Ein Fenster nach Bethlehem

Die Weihnachtskrippe ist diesmal im Fenster des Gemeindehauses in Hänigsen zu sehen. (Foto: privat)

Kirchengemeinde zeigt im Advent die Hänigser Weihnachtskrippe

Hänigsen (r/fh). Für viele Kirchenbesucher ist der Anblick der Weihnachtskrippe im Eingangsbereich der Hänigser St.-Petri-Kirche ein gewohntes Bild in der Adventszeit. In diesem Jahr ist sie stattdessen im Fenster des benachbarten Gemeindehauses, An der Kirche 2, zu sehen und wird jeweils ab 16 Uhr beleuchtet. „Durch die Corona-Bestimmungen können nicht so viele Menschen in die Kirche kommen, wie in anderen Jahren“, begründet Küsterin Kerstin Geloneck. Die Ehrenamtlichen Rolf-Peter Brandes, Klaus-Wilhelm Brandes und Werner Schmidt haben ihre Idee umgesetzt und die Krippe im Fenster des Gemeindehauses aufgebaut.
Pastor Steffen Lahmann freut sich über diese Initiative und überlegt zusammen mit den Ehrenamtlichen bereits, sie auch in den kommenden Jahren dort aufzustellen. Denn in dem Fenster komme sie viel besser zur Geltung als in der Kirche. „Es ist schön zu sehen, dass schon in den ersten Tagen Kinder und Erwachsene vor dem Fenster standen, um die Krippe zu betrachten“, so Lahmann.
Die 19 Gipsfiguren wurden im ersten Drittel des 20. Jahrhundert gefertigt. Nach dem Kirchenumbau in den sechziger Jahren galten sie lange als verschollen. 1998 entdeckte Rolf-Peter Brandes sie auf dem Dachboden des Hänigser Pfarrhauses wieder. 2017 hat der mittlerweile verstorbene Hans-Adolf Staas sie restauriert und die Szene durch einen getöpferte Ziehbrunnen und andere Gegenstände ergänzt.