Eichenprozessionsspinner in Uetze

Wenn Bäume von Raupen des Eichenprozessionsspinners befallen sind, sollten die Gebiete und insbesondere die abgesperrten Bereiche gemieden werden. (Foto: Symbolbild/Pixabay)

Gemeinde bittet um Mitteilung bei Befall auf öffentlichen Flächen und gibt Verhaltenstipps

Uetze (r/fh). Seit Anfang Juni tritt in der Gemeinde Uetze vermehrt der Eichenprozessionsspinner in Erscheinung. Die Raupen dieses besonderen Schmetterlings befallen Bäume, insbesondere Eichen und Hainbuchen. Sie fressen nicht nur die Gehölze kahl, sondern stellen auch eine Gesundheitsgefahr dar. Denn die Haare der Raupen enthalten ein Nesselgift, welches bei Hautkontakt oder beim Einatmen physische Reaktionen bis hin zu heftigen allergischen Symptomen auslösen kann. Auch später können die Haare noch im Boden und in der Umgebung gefährlich sein.
Wenn Bäume auf öffentlichen Flächen betroffen sind, ist die Gemeinde Uetze für die Bekämpfung der Raupen zuständig. Sie bittet bei entsprechenden Verdachtsfällen um eine Mitteilung, möglichst mit einem Foto des Befalls und Angaben zum Fundort per E-Mail an eps@uetze.de. Telefonisch können Verdachtsfälle auf öffentlichen Flächen unter der Telefonnummer (05173) 97000 gemeldet werden.
Bei einem Befall auf Privatgrundstücken ist grundsätzlich der jeweilige Eigentümer für die Bekämpfung verantwortlich. Allerdings sollten damit ausschließlich Schädlingsbekämpfungsfirmen mit einer speziellen Qualifikation beauftragt werden.
Oft wird der Eichenprozessionsspinner mit der Gespinstmotte verwechselt, die jedoch harmlos ist. Die Gespinstmotte besiedelt vor allem Hecken und Sträucher und hüllt sie zu großen Teilen mit einem silbrig weißen Gespinst ein. Die Raupen sind grünlich gelb mit markanten schwarzen Punkten.
Der Eichenprozessionsspinner überzieht nie ganze Bäume, sondern legt die sackartigen Nester in Astgabeln oder am Stamm von Eichen oder Hainbuchen an. Die Raupen sind zunächst gelblich-braun, werden dann aber graublau bis schwarz. Sie ziehen in teils großen Gruppen über die Gehölze (Prozession) und fressen sie kahl.

Kasten: Wie können Sie sich schützen?

Die Gemeinde Uetze empfiehlt beim Auftreten von Eichenprozessionsspinnern folgende Verhaltensregeln:
• Meiden Sie die befallenen Gebiete und ggf. abgesperrten Bereiche.
• Bedecken Sie alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme und Beine usw.) beim Aufenthalt in befallenen Gebieten.
• Raupen und das Gespinst nicht berühren. Vermeiden sie jeden Kontakt.
• In der Nähe von befallenen Bäumen nicht ins Gras oder auf den Boden setzen.
• Nach Kontakt mit den Raupenhaaren sofortiger Kleiderwechsel, dann Duschbad und Haarwäsche.
• Kleidung bei 60 Grad mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare auszuspülen.
• Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen an Bäumen verzichten, solange Raupennester des Eichenprozessionsspinners erkennbar sind.
• Die Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen.