Durch die Gärten in Dedenhausen

Bärbel Bolten in ihrem wunderschönen Staudengarten. (Foto: Dana Noll)
 
Gebrauchten Dingen ein neues Leben schenken, Monika und Robert Seligmann. (Foto: Dana Noll)

Gemütlicher Sonntagsspaziergang zum Klönen und inspirieren lassen

DEDENHAUSEN. Blühende, duftende Stauden, bepflanzte Kaffeetassen, bemalte Stühle oder ein Esel, der aus der Scheune lugt – in Dedenhausen lässt sich so mancher (Garten-) Schatz entdecken.
Am vergangenen Sonntag war zur Kaffeezeit der ganze Ort auf den Beinen. Die letzten Sonnenstrahlen des Spätsommers lockten ins Freie und die Dedenhausener schienen dankbar, über die kulturelle Abwechslung in der Corona-Zeit. Die Zukunftswerkstatt Dedenhausen hatte zu einem Gartenspaziergang durch das Dorf eingeladen.
„In Räumlichkeiten etwas anzubieten ist derzeit etwas schwierig. Eigentlich war eine Ausstellung geplant mit dem Titel „Daheim in Dedenhausen“. Diese mussten wir nun schon zwei Mal verschieben“, erzählt Bärbel Bolten, „Daher haben wir uns gedacht, wir laden zu einem Gartenspaziergang ein und zeigen mal unsere schönen Gärten.“ „Man kann heute die Zeit nutzen, um zu klönen, mal in die Gärten der Nachbarn zu schauen und sich inspirieren zu lassen“, ergänzt Karin Lawrenz.
Um die Hygienevorschriften einzuhalten, kamen nur zehn Personen auf die jeweiligen Grundstücke. Grüne und rote Klammern am Eingang zeigten, wie viele Plätze noch zur Verfügung stehen. Danach wurden die Hände desinfiziert und – Ab ging es in die Gärten!
Insgesamt elf Paare und Familien öffneten ihre Pforte. Darunter Inge und Friedolf Hasberg mit ihrem Landschaftsgarten, Hilde und Rainer Brandes mit ihrem Heidegarten, Uschi und Hagen Küster mit ihrem Park inklusive der Marmorfiguren, Carmen und Gernot Küster mit ihrem idyllischen Garten, Waltraud und Reinhard Bühring mit ihrem Terrassengarten, Ingrid und Reinhardt Neumann mit ihrem Hausgarten sowie Doreen und Uwe Heuer , die ihre finnische Kota präsentierten. Für Kinder ab es viel bei Nancy und Malte Neumann zu entdecken.
Bärbel und Hans-Heinrich Bolten bezauberten mit ihrem herrlichen Vorgarten aus unzähligen Stauden. „Wir mögen es vielfältig und naturbelassen. Derzeit blühen die Dahlien oder auch der Sommerflieder“, erklärt Bärbel Bolten. Von Schottergärten, die immer mehr in Mode kommen, hält die leidenschaftliche Gärtnerin nicht so viel. „Für die Natur ist das wertlos. Insekten lieben unsere Stauden und es ist ein ständiger Farbwechsel, das ist immer wieder schön anzusehen.“
Besonders viel gab es bei Monika und Robert Seligmann zu entdecken. Mit viel Kreativität und Spaß haben sie zahlreichen Altersgegenständen ein neues Leben geschenkt. Ob gebrauchtes Geschirr, das nun pyramidenförmig gestapelt und bepflanzt oder ausgediente Stühle, die mit Urlaubserinnerungen beklebt wurden. Und dann war da noch „Otto“.
„Otto ist unser Esel. Ich habe mir immer einen gewünscht und mein Mann hat diesen für mich gefunden und auf die Scheune geklebt“, erzählt Monika Seligmann. „Große Erfahrung im Gärtnern haben wir nicht“, erzählen die Seligmanns weiter. „Wir sind eigentlich Laien und haben erst seit zwei Jahren diesen Garten“, so das Paar. Beeindruckend war auch die Passionsblume, die sich über die Laube windet. „80 Knospen hat sie schon gebildet, jeden Tag gibt es eine Blüte“, so Monika und Robert Seligmann begeistert.