Die Obershagener Feuerwehr blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Gruppenführer Heinrich Habermann (rechts) wurde nach 19-jähriger Gruppenführertätigkeit verabschiedet. (Foto: Feuerwehr Obershagen)

Ortsbrandmeister Mathias Schumann zog Bilanz während der Jahreshauptversammlung

OBERSHAGEN (r/jk). Zu fünf Einsätzen musste die Ortswehr Obershagen im vergangenen Jahr ausrücken, berichtete Ortsbrandmeister Mathias Schumann während der vergangenen Jahreshauptversammlung in seinem Jahresbericht 2010. Neben einem Wasserrohrbruch und dem Nachlöschen beim Osterfeuer waren die Obershagener Kameraden auch bei drei größeren Feuern gefordert. So musste sie bei einem Feuer in die Henighuser Straße in Hänigsen und beim Brand eines Einfamilienhauses in der Windmühlenstraße in Hänigsen helfen. Am 3. August wurden sie noch zu einem Getreidefeldbrand in die Breitenkampstraße auf Höhe der Windräder alarmiert. Dort brannte eine Getreidefläche auf rund 500 Quadratmetern.
Dank der guten Ausbildungssituation konnten die Einsätze gut bewältigt werden. An einem Truppführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Celle hat Heiko Habermann teilgenommen. Der Lehrgang vertiefte die im Grundlehrgang gelehrten Themen. Zusätzlich wurde in der Praxis in einem Brandhaus gearbeitet. Im Unterricht wurde unter anderem auch das Thema Baukunde behandelt. Auf Gemeindeebene nahmen in Hänigsen Kameraden an einer Schulung über ABC-Einsätze teil. Dort wurde die richtige Taktik und Verhaltensweise bei Gefahrguteinsätzen vermittelt. Nach dem Unterricht wurden die erworbenen Fachkenntnisse in die Praxis umgesetzt. Im Juni folgte eine Vorstellung des neuen Funksystem Tetra im Gerätehaus Uetze. Dort gab es eine Einweisung in Aufbau und Technik des digitalen Funksystems. Die Schulung wurde von der Zentralen Polizeidirektion „Projektgruppe Digitalfunk“ durchgeführt. Auf Ortsebene wurden in den Monatsdiensten unter anderem die Unfallverhütungsvorschriften und Übungen auf Löschbezirksebene durchgeführt.
Mit den Ortsfeuerwehren Altmerdingsen und Hänigsen absolvierte die Obershagener Feuerwehr am 19. Mai eine Einsatzübung auf dem Lorenzgelände. Dort wurde im ehemaligen Offizierscasino ein Brand angenommen. Es mussten mehrere Verletzte gerettet werden. Da auf dem Gelände keine Hydranten vorhanden waren, musste das Löschwasser aus einem der Brunnen gefördert werden.
Am 21. Oktober fand eine Alarmübung auf Löschbezirksebene statt. Die Obershagener Kameraden wurden zu einem Brand bei der Spedition Hansmann alarmiert. Durch die zentrale Wasserversorgung konnten der Wasserbedarf nicht gedeckt werden. Die Umsetzung gestaltete sich schwierig, da die Pumpe von Hand sehr weit durch unwegsames Gelände getragen werden musste. Am 12. November wurde, bereits zum 33. Mal, mit der Ortsfeuerwehr Weferlingsen geübt. Die Wehren mussten einen Autounfall mit Flächenbrand in Weferlingsen bewältigen.
Auch die Brandschutzerziehung war wieder ein Thema. In der Grundschule Hänigsen hat die Feuerwehr an drei Tagen die Klassen 3a, b und c über das richtige Verhalten bei Bränden aufgeklärt. Es wurden Filme und die Einsatzkleidung der Feuerwehr gezeigt und das richtige Verhalten und der Notruf trainiert. „Wir haben mit den Kindern Experimente durchgeführt, einen Rauchmelder und eine Fettexplosion vorgeführt“, berichtete Mathias Schumann.
Auch die Leistungen auf Wettbewerbsebene können sich sehen lassen. Mit einer gemischten Gruppe wurde beim Leistungsmarsch in Wienhausen ein sehr guter vierter Platz erkämpft. Beim Aue Cup in Weferlingsen gab es einen achten und siebten Platz. Beim Heimberg Fuchs-Wettkampf in Bilm sicherten sich die Obershagener einen fünften und Dritten Platz. Der schnellste Melder an diesem Tage war Matthias Hoppe. Der letzte Heimberg-Fuchs-Wettkampf des Jahres war der Fuhsepokal in Eikenrode. Dort konnte die 1. Gruppe den zweiten Platz und die 2. Gruppe den 1. Platz erkämpfen.
Aber auch bei den gesellschaftlichen Ereignissen im Dorf waren die Obershagener Blauröcke immer dabei und unterstützten mit Rat und Tat. So trug die Feuerwehr zum Gelingen des Obershagener Dorffestes ihren Teil bei und war natürlich am Erfolg des Osterfeuers maßgeblich beteiligt.
„Ein arbeits- und ereignisreiches Jahr liegt hinter uns und ich möchte für die geleistete Arbeit meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen. Danken möchte ich den Aktiven, denn ohne die Opferbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden wäre dieser aktive Feuerwehrdienst, wie er zur Erfüllung der Aufgaben nötig ist, nicht möglich“, dankte der Ortsbrandmeister für 3170 geleistete Dienst- und Einsatzstunden.
Im Rahmen der Beförderungen wurde Volker Dehne zum Ersten Hauptfeuerwehrmann und der stellvertretende Ortsbrandmeister Richard Stöxen zum Oberlöschmeister befördert.
Ernst August Müller und Hans Hermann Hoppe wurden für 40 Jahre als ehemaliges aktives Mitglied geehrt. Heinrich Habermann und Günter Gebecke bekamen Auszeichnungen für 40 Jahre aktiven Dienst. Die Wehr verabschiedete Gruppenführer Heinrich Habermann nach 19-jähriger Gruppenführertätigkeit mit einem Präsent.
Bei den Wahlen wurden Cord Homann als Rechnungsführer und Heinrich Homann als Schriftführer für drei Jahre wiedergewählt.