Dedenhäuser gründen Genossenschaft

Die neu gegründete Genossenschaft will das Gasthaus "Zum Bahnhof" kaufen und renovieren.

Bei der ersten Generalversammlung beschließen die Mitglieder, die Gaststätte "Zum Bahnhof" zu kaufen

Dedenhausen (r/fh). Die Gaststätte "Zum Bahnhof" soll als Treffpunkt und Veranstaltungsort erhalten bleiben - darauf arbeitet der Verein Zukunftswerkstatt Dedenhausen schon seit drei Jahren hin. Jetzt sind die Initiatoren diesem Ziel mit breiter Unterstützung der Dorfbewohner einen großen Schritt näher gekommen. Ende Februar wurde die Genossenschaft „Zum Bahnhof 40 – Dedenhäuser Zukunft" gegründet. 
Gleich bei ihrer erstes Generalversammlung beschlossen die Mitglieder, die Gaststätte zu kaufen. Dafür hatten im Vorfeld bereits 147 Personen Geld für Genossenschaftsanteile auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Sobald der Kaufvertrag unterzeichnet ist, kann die Genossenschaft als Eigentümerin, nun Fördergelder für die Sanierung beantragen sowie mit der konkreten Planung und Umsetzung beginnen. Außerdem sind bereits zwei weitere wichtige Weichen gestellt: Das Gesundheitsamt hat die Genehmigung für den weiteren Betrieb des Saales mit der Küche und der Gaststätte erteilt. Und auch eine neue Pächterin ist gefunden.
Aufgrund der Corona-Epidemie konnten zur Gründungsversammlung nicht alle 147 Anteilseigner, sondern nur 20 Personen eingeladen werden. Ausgewählt wurden Vertreter von örtlichen Vereinen, Ortsratsmitglieder und Mitglieder der Zukunftswerkstatt, die maßgeblich zum Entstehen der Genossenschaft beigetragen haben. Per Video war an dem Abend außerdem Christopher Jahnke vom Genossenschaftsverband zugeschaltet, um direkt rechtliche Fragen zur Satzung zu beantworten. Zum Vorstandsvorsitzenden wurde Reinhard Bührig gewählt, den Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt Hagen Küster.
Wer die Genossenschaft unterstützen möchte, kann weiterhin Anteile erwerben. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite https://zumbahnhof40.de.

Die Gaststätte "Zum Bahnhof"
Die Gaststätte wurde 1895 nach dem Bau des Bahnhofs eröffnet und bis heute halten dort viele Vereine ihre Versammlungen ab Die Dorfbewohner kommen zum Feuerwehrball zusammen und auch viele Familien feiern im großen Saal, mit Platz für bis zu 110 Personen, private Feiern. Betrieben wurde die Gaststätte bis vor kurzem von Renate Geck, die sie 1974 zusammen mit ihrem Mann Hein übernommen hatte. Mit über 80 Jahren und mittlerweile verwitwet, will sie sich jetzt in den Ruhestand zurückziehen und das Gebäude verkaufen. Weil ein Nachfolger nicht in Sicht war, hat die Zukunftswerkstatt selbst die Initiative übernommen. Nun will die Genossenschaft das zweistöckige Fachwerkgebäude kaufen; eine neue Pächterin ist bereits gefunden.