Das Schützenfest in Hänigsen war wieder ein ganz besonderes Erlebnis

Während des Königsessen und des Kommers ist das Festzelt in Hänigsen immer gut gefüllt. (Foto: Holger Staab)
 
Die Majestäten in Hänigsen: Kinderkönig Robin Engler, Bürgerschützenkönig Friedmuht Rohde, Jungschützenkönigin Gina Ellersiek, Borgenkönig Frank Noske, Damenbeste Nicole Meyer und Volkskönigin Carola Ebeling. (Foto: Holger Staab)

Mit Pferdekutschen und vollbesetztem Festzelt sind die Bürgerschützen eine Ausnahme

HÄNIGSEN (hs). Das Schützenfest in Hänigsen hat nicht nur an Tradition gewonnen, sondern ist, bei nachlassendem Interesse bei vielen Festen dieser Art, zu einer Ausnahmestellung geworden. In Hänigsen feiert, wie in jedem Jahr, das ganze Dorf und viele Besucher kommen zudem aus der Umgebung und aus Burgdorf zu den stimmungsvollen Abenden ins Festzelt. Auch die Pferdekutschen beim Festumzug am Sonntag und der fast „Dorfinterne Montag“ gehören zu den Besonderheiten. Traditionell fand das Schützenfest in Hänigsen vom vergangenen Sonnabend bis Montag statt.
Schützenchef Achim Schacht und sein Gefolge ernteten viel Lob für die vielen Helfer aus den Reihen der Bürgerschützen und die tolle Stimmung, die rund um die Musik der Spielmannszüge und der Tanzmusik um die Gruppe Nerbas & Nerbas ausging und sich auf alle Schützen übertrug.
Die einjährige Regentschaft der Könige aus dem Jahr 2010 ging am vergangenen Sonnabend zu Ende. Beim Festkommers am späten Nachmittag wurden die neuen Könige proklamiert. Zunächst wurden die alten Majestäten aber mit Musik durch den Musikzug der freiwilligen Feuerwehren Burgdorf und Hänigsen abgeholt. Auch der Ortsrat und die Königsscheiben wurden ins Festzelt gebracht. Nach der Verabschiedung der alten Könige stieg die Spannung, denn Schützenkönig, Damenbeste, Bogenkönig, Kinder- und Jungschützenkönig waren noch nicht bekannt und so die Luft, die bei strahlendem Sonnenschein auch noch aufgeheizt war, mit noch mehr Brisanz bestückt.
Schacht brachte es dann aber auf den Punkt und sorgte damit für gute Unterhaltung im Zelt. Als Bürgerschützenkönig setzte sich Friedmuht Rohde gegen den Schützenchef Achim Schacht durch. Beide schossen 29 Ring, aber Rohde hatte mit einem 235 Teilerschuss die Nase vorn. Damenbeste wurde Nicole Meyer und Jungschützenkönigin Gina Ellersiek. Bei den Kindern gewann Robin Engler die Königsscheibe und Bogenkönig wurde Frank Noske. Das Volk wird im kommenden Jahr von Volkskönigin Carola Ebeling regiert.
Der Ehrentanz der Majestäten brachte nach der Proklamation am Abend im mit 1400 Besuchern vollbesetzten Festzelt die Massen in Schwung. Die Stimmung war wie immer klasse und das setzte sich auch am Sonntag fort. Schon um 10 Uhr wurden die Schützen wieder dienstverpflichtet und lauschten den Worten von Pastor Halbrügge beim Zeltgottesdienst. Danach stärkten sie sich beim Königsessen, ehe mit dem Festumzug ein Höhepunkt des Festes startete. Tolles Wetter machte auch hier das Marschieren zum Vergnügen und viele Vereine sorgten für ein buntes Bild.
Zünftig und mit Gefolge hatten die Könige sich zur Kutschfahrt eingefunden und Platz genommen. Die Majestäten werden in Hänigsen in mit Sonnenblumen geschmückten Kutschen durch das Dorf gefahren. Das Fußvolk hatte beim Umzug durch die Straßen aber auch ihren Spaß. Die zahlreichen Zuschauer lobten alle Umzugsteilnehmer für ihre Ideen oder die Musikanten für ihre Klänge. Am Abend sorgte Timo Nerbas beim Tanz im Festzelt wieder für Stimmung.
Mancher Schütze hatte dann am nächsten Morgen allerdings zu kämpfen, um das Bett rechtzeitig zu verlassen. In Hänigsen ist auch der Montag noch ein kompletter Festtag und schon um 9.30 Uhr hieß es „Antreten der Bürgerschützen zum Anbringen der Königsscheiben“. Ein heißer Montagmorgen nach einer anstrengenden Nacht stand bevor und auch am Nachmittag hatte der Bürgerschützenverein einen Programmpunkt in den Ablaufplan eingebaut. Diesmal kamen alle Kinder in den Genuss der Kinderanimation und ermäßigter Preise an allen Fahrgeschäften.
Zu später Stunde beendete der Festball mit Nerbas & Nerbas dann das diesjährige Schützenfest, aber nicht bevor die Schützen noch mal ihren Spaß hatten. Am Montag ist der besondere Abend für Hänigsen, denn da sind alle Einheimischen noch mal im Zelt und feiern unter sich. Ein Abend, den sich kaum ein echter Hänigser entgehen lässt. Das alljährliche Fest im Dorf ist doch noch etwas Besonderes und wurde auch in diesem Jahr wieder von Jung (Nachwuchsprobleme kennen die Hänigser Schützen nicht) und Alt gut angenommen.