Corona-Hilfsfonds zahlt 12.000 Euro aus

Kommune und Kirchengemeinde sehen weiterhin großen Bedarf

Uetze (r/fh). In den zurückliegenden Monaten hat der Uetzer Corona-Hilfsfond 20.000 Euro an Spenden eingeworben und bereits über 12.000 Euro an Menschen ausgezahlt, die durch die Epidemie in wirtschaftliche Not geraten sind. „Wir freuen uns über die große Solidarität, die darin zum Ausdruck kommt, und danken allen Spenderinnen und Spendern“, sagt Diakonin Karin Lawrenz.
Der Corona-Hilfefonds wurde kurz nach Beginn des ersten Lockdowns Anfang April von der Gemeinde Uetze und den örtlichen Kirchengemeinden gegründet und konnte somit vor Ort schon unterstützen, bevor staatliche Hilfeleistungen ausgezahlt wurden. „Am Anfang stand die Überzeugung, schnell und unbürokratisch helfen zu müssen“, beschreibt Pastor Steffen Lahmann aus Hänigsen. Jede in einem Haushalt lebende Person kann vierzehntägig 25 Euro erhalten. Ausgezahlt wird das Geld über die Kirchengemeinden. „Wir können den bürokratischen Aufwand überschaubar halten und ein größtmögliches Maß an Vertraulichkeit zusichern“, so Lahmann.
Diakonin Karin Lawrenz weiß aus vielen Kontakten, dass die Aufwendungen des alltäglichen Bedarfs für Menschen mit geringem Einkommen oder Sozialleistungsempfänger zeitweilig abrupt gestiegen seien, weil beispielsweise die Tafel die Ausgabe von Lebensmitteln zeitweilig einstellen musste. Auch Kinder und Jugendliche, die sonst in Kindergärten oder der Schule ein Mittagessen bekommen, mussten zu Hause versorgt werden. „Für manche Familien ist das eine nicht zu unterschätzende Belastung, wenn man den Cent dreimal umdrehen muss“, sagt die Diakonin.
Ann-Kristin Rauhe, die die „Corona-Hilfen Uetze“ auf Seiten der Kommune koordiniert, ist sich sicher, dass der Bedarf an Unterstützung noch für einige Zeit anhalten wird. „Die Krise und ihre weitreichenden Folgen wie beispielsweise Kurzarbeit oder sogar Jobverlust werden noch verstärkt zu finanziellen aber auch emotionalen Belastungen und Probleme in den Einzelhaushalten und Familien führen. Der Fonds kann zumindest ein kleiner Lichtblick sein und bleibt deswegen weiterhin ein wichtiges Hilfsmittel“, sagt Rauhe.
Gemeinsam mit Lahmann und Lawrenz weist sie deshalb darauf hin, dass Spenden weiterhin von großer Bedeutung seien. Wer für den Hilfsfonds „Corona-Hilfen Gemeinde Uetze“ spenden möchte, kann dafür das Konto der Gemeinde Uetze bei der Sparkasse Hannover nutzen, IBAN: DE68250501801010450011, Stichwort: Corona-Hilfen Uetze. Spenderinnen und Spender, die ihren Namen und ihre Anschrift auf der Überweisung vermerken, erhalten eine Spendenquittung. Mittel, die nicht abgerufen werden, sollen nach Abschluss der Hilfsaktion in den Sozialfonds Uetze überführt werden, womit sie bedürftigen Kindern und Jugendlichen in der Kommune Uetze zugute kommen.