Betrüger scheitern

77-Jährige holt Postsendung nicht ab, sondern erstattet Anzeige

Uetze (r/fh). Betrüger haben kürzlich versucht, einer 77-jährigen Uetzerin rund 200 Euro abzunehmen. Doch das Opfer ließ sich nicht hinters Licht führen und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Und das hat sich bisherigen Ermittlungen zufolge ereignet: Die 77-Jährige erhielt einen Anruf von einer ihr unbekannten Frau, die behaupte, dass der Uetzerin in den nächsten Tagen eine Nachnahmesendung zugestellt werde. Dafür solle sie 199,90 Euro bezahlen. Weitere Zahlungen seien dann nicht mehr erforderlich und die Angelegenheit sei für sie erledigt.
Wenige Tage später hatte die Uetzerin dann tatsächlich einen Abholschein der Post im Briefkaten. Da sie nichts bestellt hatte und auch sonst keinen Grund für die Zahlung der 199,90 Euro erkennen konnte, wandte sie sich an die Polizei. Die Beamten konnten ermitteln, dass die Sendung lediglich aus einem Brief bestand und es sich bei dem Absender um eine Firma aus London handelt. Ob diese Firma tatsächlich mit dem versuchten Betrug in Verbindung gebracht werden könne, stehe noch nicht fest. Auch der Inhalt des Briefes sei noch nicht bekannt, da zunächst die Staatsanwaltschaft zustimmen müsse, die Sendung zu beschlagnahmen.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang davor, Nachnahmesendungen anzunehmen, wenn man sich sicher sei, sie selbst bestellt zu haben. Nachbarn und Verwandte sollten
Nachnahmesendungen nur annehmen, wenn das ausdrücklich mit dem Empfänger abgesprochen sei.